Die Berliner Linke entscheidet über die Aufnahme von Koalitionsgesprächen. Der Parteitag wird zugleich von einer Panne im Büro der Spitzenkandidatin Elif Eralp und einer Debatte über den Schutz vor Antisemitismus überschattet.
Eralp könnte die erste Regierende Bürgermeisterin der Linkspartei in Berlin werden. Bei ihrem eigenen Parteitag steht sie jedoch unter Polizeischutz.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte ein Fehler in ihrem Büro. Ihr Team schickte einen Interviewtext versehentlich zusammen mit internen Kommentaren an den „Spiegel“ zurück. Darin hieß es, Eralp und ihr Mann hätten „Angst vor diesen Leuten“.
Mit der Formulierung war laut dem vorliegenden Material der Hamas-Sympathisant Ibrahim Ibrahim gemeint. Er war im September bei der Wahlparty der Linken in Neukölln aufgetaucht.
In ihrer Rede gab Eralp erneut ein „Schutzversprechen“ an alle Berliner ab. Bereits vor dem Parteitag hatte sie erklärt: „Antisemitismus ist stark gestiegen in unserer Stadt. Wir werden dagegen vorgehen und die Prävention stärken.“
Der Zentralrat der Juden bezeichnete solche Beteuerungen als Lippenbekenntnis. Die Debatte begleitet damit die Entscheidung der Berliner Linken über mögliche Koalitionsgespräche.

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