Mainz 05 geht in Elversberg unter – Urs Fischer fordert Reaktion gegen Bayern

Der 1. FSV Mainz 05 hat bei der SV Elversberg eine deutliche Niederlage kassiert. Die Gastgeber setzten sich mit 4:1 (3:0) durch. Für Mainz war es die dritte Niederlage innerhalb von sechs Tagen.

Während sich die Elversberger Spieler nach dem Schlusspfiff in der Fankurve feiern ließen, bekam die Mainzer Mannschaft den Unmut ihrer Anhänger zu spüren. Aus dem Gästeblock war der Ruf „Wir wollen euch kämpfen sehen“ zu hören.

Für Sportdirektor Niko Bungert war die Pleite im Saarland der „Tiefpunkt“ der Englischen Woche. Auch Trainer Urs Fischer fand zunächst nur schwer Worte für den Auftritt seiner Mannschaft. „Nach solch einem Spiel muss man vorsichtig sein, dass man nichts Falsches sagt, und vielleicht besser eine Nacht drüber schlafen“, sagte der Schweizer.

Besonders die erste Halbzeit habe seine Mannschaft nicht akzeptabel bestritten, erklärte Fischer. Felix Keidel, Francis Onyeka und Maurice Krattenmacher brachten Elversberg bis zur Pause mit 3:0 in Führung.

Nach dem Seitenwechsel trat Mainz zwar verbessert auf, insgesamt war die Leistung aus Sicht des Trainers jedoch weiterhin zu wenig. Cole Campbell erhöhte in der Nachspielzeit mit einem Seitfallzieher auf 4:0. Benedict Hollerbach erzielte kurz darauf noch den Mainzer Treffer zum Endstand.

Fischer bemängelte vor allem die Entscheidungen seiner Spieler. „Wir treffen einfach falsche Entscheidungen. Das ist auch eine Kopfsache“, sagte der Trainer. Die Verunsicherung zeigte sich auch in den Aussagen der Mannschaft.

Torhüter Robin Zentner, der nach knapp siebenwöchiger Verletzungspause sein Comeback gab, sprach davon, dass sich Mainz „wie eine Schülermannschaft verkauft“ habe. Die Mannschaft müsse den „harten Schlag“ zunächst verdauen. In der ersten Halbzeit habe Mainz zu wenige Zweikämpfe gewonnen und die Bälle nicht festgemacht. Zudem fehle derzeit das Selbstvertrauen.

Auch Danny da Costa zeigte Verständnis für die Pfiffe der Anhänger. „Wir haben innerhalb einer Woche das Selbstvertrauen verspielt, das wir uns vorher aufgebaut hatten“, sagte der Mainzer. Momentan passe „irgendetwas nicht mehr“, zudem traue sich die Mannschaft zu wenig zu.

Bungert machte die mentale Verfassung des Teams als zentrales Problem aus. „Wir haben ein Kopfproblem“, sagte der Sportdirektor. Nun müsse der Verein schnell reagieren. Andernfalls werde Mainz nur wenige Bundesliga-Punkte holen, wenn sich solche Auftritte wiederholten.

Die nächste Aufgabe wird allerdings besonders schwierig: Am kommenden Spieltag ist der FC Bayern München in Mainz zu Gast. Fischer forderte dennoch eine schnelle Reaktion: „Jetzt gilt es, wieder aufzustehen und es gegen die Bayern besser zu machen.“


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