Torsten Sträter hat in einem Interview über seine Krebserkrankung, die Behandlung und seine politische Haltung gesprochen. Im Gespräch mit dem Magazin „stern“ äußerte sich der Comedian außerdem zu Bundeskanzler Friedrich Merz und zur AfD.
Sträter sagte, er habe seine Chemotherapie „alarmierend gut vertragen“. Zugleich betonte er, dass er damit die Erfahrungen anderer Krebspatienten nicht schmälern wolle. Bereits im September hatte er erklärt, derzeit krebsfrei zu sein.
Für die schnelle medizinische Versorgung zeigte sich der 60-Jährige dankbar. Er vermutet, dass ihm seine Bekanntheit dabei geholfen haben könnte. Möglicherweise hätten die zuständigen Personen gedacht: „Wir lassen ihn nicht sechs Wochen warten auf einen CT-Termin.“ Sträter schränkte diese Einschätzung jedoch selbst ein und sagte, das sei „sicher ein wenig zu dick aufgetragen“ gewesen.
Deutlich äußerte sich der Comedian auch über Friedrich Merz. Dem Bundeskanzler attestierte er eine „leichte Überforderung“. Merz mache „nicht allzu viel“, sagte Sträter. „Weil: Wer nichts macht, macht auch nichts verkehrt.“
Wenn Merz Entscheidungen treffe, seien diese nach Sträters Einschätzung häufig „katastrophal oder senden ein falsches Signal“. Auch die Frisur des Kanzlers kommentierte der Comedian spöttisch: „Dann rasiert den Rest halt ab!“
Zur AfD fand Sträter ebenfalls klare Worte. Er bezeichnete die Partei als „menschenverachtend“ und ihr Personal als „dubios“. Gleichzeitig erklärte er, vermutlich keinen überzeugten AfD-Wähler mit solchen Äußerungen von einer Wahl der Partei abzuhalten. Er sei nicht der „Beauftragte für politische Bildung“.
Sträter hat nach eigenen Angaben gesundheitlich schwierige Zeiten hinter sich. Bereits vor Jahren sprach er über Depressionen. Im Januar 2026 sagte er zahlreiche Auftritte ab. Im April machte er seine Tumorerkrankung öffentlich, im Mai kehrte er auf die Bühne zurück. Im Juli berichtete er zudem von einer Diabetes-Diagnose und einer damit verbundenen Ernährungsumstellung.
Beruflich blickt Sträter inzwischen wieder nach vorn. Mit seinem Comedyprogramm „Die Zyklopen von Saint-Tropez“ ist er aktuell in Deutschland unterwegs.

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