Tommy Robinson wegen Einschüchterung zweier Journalisten verurteilt

Der britische Rechtsextremist Tommy Robinson ist wegen der Belästigung zweier Journalisten schuldig gesprochen worden. Die Reporter hatten über seine Rolle bei rassistisch motivierten Ausschreitungen in Großbritannien im Sommer 2024 berichtet.

Nach den kritischen Berichten soll Robinson versucht haben, die beiden Journalisten einzuschüchtern. Britischen Medien zufolge drohen dem 43-Jährigen bis zu zehn Jahre Haft. Möglich ist außerdem eine Geldstrafe.

Das Strafmaß soll am 16. Dezember verkündet werden. Dies berichtete die britische Nachrichtenagentur PA.

Robinson, der mit bürgerlichem Namen Stephen Yaxley-Lennon heißt, gehört zu den bekanntesten Rechtsextremisten Großbritanniens. Er ist mehrfach vorbestraft.

Nach Angaben aus dem Gerichtssaal befürchteten die beiden Journalisten wegen Robinsons Verhalten gewaltsame Übergriffe. Einer der Reporter erhielt anschließend Personenschutz. Der andere musste sein Zuhause verlassen.

Ausgangspunkt des Falls waren Berichte der britischen Zeitung „Daily Mail“ aus dem Sommer 2024. Darin warf das Blatt Robinson vor, während eines Urlaubs auf Zypern mit Beiträgen in sozialen Medien die rechtsextremen Ausschreitungen in Großbritannien angeheizt zu haben.

Damals war es nach dem Mord an drei Mädchen in Southport im Norden Englands zu rassistisch motivierten Unruhen im Land gekommen.

Den Angaben zufolge soll Robinson Privatdetektive beauftragt haben, die Wohnadressen der Journalisten herauszufinden. Außerdem sollen Fotos veröffentlicht worden sein.

Vor Gericht bestritt Robinson, die Journalisten eingeschüchtert zu haben. Er erklärte, lediglich Druck ausüben zu wollen, weil er seine Familie durch die Presseberichte in Gefahr gesehen habe.


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