Der Abstand zwischen AfD und Union hat sich laut dem jüngsten ZDF-„Politbarometer“ verringert. Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen CDU und CSU auf 23 Prozent. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als in der vorherigen Erhebung.
Die AfD würde dagegen zwei Prozentpunkte verlieren. Mit 26 Prozent bliebe sie jedoch weiterhin stärkste Kraft. Die SPD verbessert sich um einen Prozentpunkt auf 14 Prozent und erreicht damit wieder Platz drei.
Die Grünen verlieren zwei Prozentpunkte und kommen auf 13 Prozent. Auch die Linke wird mit elf Prozent etwas schwächer bewertet, ein Minus von einem Prozentpunkt.
Die FDP bleibt unverändert bei drei Prozent und würde damit erneut an der Fünfprozenthürde scheitern. Auf sonstige Parteien entfallen zehn Prozent, zwei Prozentpunkte mehr als zuvor.
Die Umfrage erfasste außerdem die Haltung zu einer möglichen rot-grün-roten Landesregierung unter Führung der Linken in Berlin. Eine solche Koalition bewerten 56 Prozent der Befragten als schlecht. 26 Prozent fänden sie gut, 16 Prozent wäre eine solche Regierung egal.
Auch unter Anhängern von SPD und Grünen gibt es Ablehnung. 42 Prozent der SPD-Anhänger und 26 Prozent der Grünen-Anhänger sprechen sich gegen Rot-Grün-Rot aus.
Für das „Politbarometer“ befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom 20. bis 22. Oktober insgesamt 1225 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch und online. Die statistische Fehlerquote wurde mit plus oder minus zwei bis drei Prozentpunkten angegeben.
Ein weiteres Thema der Erhebung war die „Rente mit 63“. Eine überwältigende Mehrheit spricht sich gegen deren Abschaffung aus. 74 Prozent der Befragten lehnen die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren ab. Nur 21 Prozent befürworten das Vorhaben.
Gleichzeitig sehen viele Befragte Reformbedarf. 83 Prozent halten eine grundlegende Reform zur Stabilisierung der Rente für wichtig oder sehr wichtig. Für zwölf Prozent ist eine solche Reform nicht so wichtig oder gar nicht wichtig.

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