Schüsse in Vororten westlich von Paris: Ein Toter und vier Verletzte

Bei Schüssen auf offener Straße in Vororten westlich von Paris ist ein Mensch getötet worden. Vier weitere Menschen wurden verletzt. Der mutmaßliche Schütze wurde festgenommen.

Nach Angaben aus Polizeikreisen eröffnete der Mann am Vormittag in Trappes und im nahe gelegenen La Verrière das Feuer. Kurz darauf sei er im ebenfalls benachbarten Coignières festgenommen worden.

Die örtlichen Behörden wiesen darauf hin, dass sich die Zahl der Opfer noch ändern könne. Die Antiterror-Staatsanwaltschaft übernahm den Fall und prüft die Hintergründe des Vorfalls.

Nach Angaben des Bürgermeisters von Trappes, Ali Rabeh, schoss ein Mensch aus seinem Fahrzeug heraus. Gegenüber dem Sender BFMTV sagte Rabeh, der Mann habe offenbar wahllos geschossen und ein „Blutbad“ anrichten wollen. Die Stadt kündigte die Einrichtung einer psychologischen Betreuungsstelle an.

Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu bezeichnete den Fall als sehr ernst. Beim Onlinedienst X erklärte er, alle Ressourcen der Sicherheitskräfte und der Justiz seien vollständig mobilisiert. Auch die Antiterror-Staatsanwaltschaft befasst sich mit den weiteren Ermittlungen.

Der Vorfall ereignete sich in einer angespannten Lage in Frankreich. Am Wochenende war es am Rand von Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem zu schweren Ausschreitungen gekommen. Dabei wurden nach den vorliegenden Angaben Tausende Geschäfte geplündert sowie Rathäuser und Polizeistationen angegriffen. Außerdem wurden Gebäude in Brand gesetzt. Als Reaktion verhängten mehrere Großstädte nächtliche Ausgangssperren.


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