Die niedersächsische SPD-Politikerin Doris Schröder-Köpf hat ihr Landtagsmandat niedergelegt. Nach mehr als 13 Jahren endet damit ihre parlamentarische Laufbahn. Ihren Rückzug begründete die 63-Jährige mit persönlichen und gesundheitlichen Gründen.
Die SPD-Fraktion teilte Schröder-Köpfs Ausscheiden in einem Instagram-Beitrag mit und würdigte ihren Einsatz. Zunächst hatte die Fraktion keine Gründe für die Niederlegung des Mandats genannt. Auf Nachfrage des NDR verwies Schröder-Köpf auf persönliche und gesundheitliche Gründe.
Schröder-Köpf war 2013 erstmals für die SPD in den niedersächsischen Landtag eingezogen. Jahrelang fungierte sie als Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe. Bis zuletzt leitete sie den Ausschuss für Inneres und Sport.
Besonders engagierte sich die Politikerin nach Angaben aus ihrem Umfeld für Kinder. Sie war Schirmherrin der Stiftung Kinder-, Jugend- und Elterntelefone sowie der Drogentherapiestation des Kinderkrankenhauses auf der Bult in Hannover. Außerdem setzte sie sich für Leseförderprojekte für Kinder ein.
Schröder-Köpf lebt mit ihrer Familie im Wahlkreis Hannover-Döhren. Von 1997 an war sie fast 20 Jahre mit dem früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder verheiratet. Später war sie zeitweise mit Boris Pistorius liiert, der heute Bundesverteidigungsminister ist.
Mit ihrem Rückzug gibt Schröder-Köpf ihr Mandat knapp ein Jahr vor dem Ende der Wahlperiode ab. Bereits vor längerer Zeit hatte sie erklärt, bei der Wahl 2027 nicht erneut antreten zu wollen.
Zuletzt war Schröder-Köpf wegen mehrerer Empfehlungen für den Verein Integrationsarbeit Kronsberg kritisiert worden. Die Vereinsvorsitzende Hülya Iri steht laut einem NDR-Bericht im Verdacht, mehr als eine Million Euro Fördergelder zweckentfremdet zu haben. Die Staatsanwaltschaft Hannover soll dazu ermitteln.
Für die SPD rückt die Kommunalpolitikerin Tatjana Bautsch aus dem Heidekreis in den niedersächsischen Landtag nach.

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