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DUH untersucht Politiker-Dienstwagen: 160 von 249 Fahrzeugen überschreiten CO2-Grenzwert

Eine Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) bescheinigt den Dienstwagen deutscher Spitzenpolitiker eine vielfach schlechte Klimabilanz. Von 249 geprüften Fahrzeugen überschreiten 160 den EU-Flottengrenzwert von 93,6 Gramm CO2 pro Kilometer.

Besonders kritisch bewertet die DUH den zunehmenden Einsatz von Plug-in-Hybriden. Diese Fahrzeuge kombinieren einen Elektromotor mit einer aufladbaren Batterie und einem Verbrennungsmotor. Nach den Berechnungen der Umwelthilfe kommen Plug-in-Hybride im Durchschnitt auf 179 Gramm CO2 pro Kilometer.

Vollelektrische Dienstwagen schneiden in der Auswertung deutlich besser ab. Für sie ermittelte die DUH im Durchschnitt 62 Gramm CO2 pro Kilometer. Der Anteil rein elektrischer Fahrzeuge unter den untersuchten Dienstwagen sank 2025 allerdings leicht auf 36 Prozent.

Zum Vergleich: Im Vorjahr lagen 153 von 238 geprüften Fahrzeugen über dem EU-Grenzwert. Damit ist der Anteil der Fahrzeuge oberhalb der Grenze in der aktuellen Untersuchung ähnlich hoch.

Innerhalb der Bundesregierung weisen Justizministerin Stefanie Hubig und Bildungsministerin Karin Prien laut DUH mit jeweils 169 Gramm CO2 pro Kilometer die schlechteste Bilanz auf. Bei den Ministerpräsidenten kommen die Dienstwagen von Nordrhein-Westfalens Regierungschef Hendrik Wüst, Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner jeweils auf 262 Gramm CO2 pro Kilometer.

Besser schnitten Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan und Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir ab. Alabali-Radovans Dienstwagen erreichte laut Auswertung 64 Gramm CO2 pro Kilometer. Özdemirs Fahrzeug kam unter den Dienstwagen der Länderchefs auf 66 Gramm.

Im bundesweiten Parteienvergleich erhielten nach Angaben der DUH nur die Grünen eine „grüne Karte“. Die Organisation kommt zu dem Ergebnis, dass vollelektrische Dienstwagen die Emissionen vergleichsweise niedrig halten. Vor allem die Plug-in-Hybride verschlechterten jedoch die Klimabilanz der politischen Fuhrparks. Für die Berechnung der Hybrid-Emissionen legte die DUH einen elektrischen Fahranteil von elf Prozent zugrunde.

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