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September 1, 2026
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Iran knüpft neue Diplomatie mit den USA an Rückkehr zu Juni-Abkommen

Irans Präsident Massud Peseschkian hat erneut seine Bereitschaft zu einer diplomatischen Lösung im Konflikt mit den USA signalisiert. Voraussetzung sei jedoch, dass Washington zu den im Juni vereinbarten Verpflichtungen zurückkehre.

Nach Angaben des iranischen Präsidialamtes erklärte Peseschkian dies beim Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) in Bischkek, der Hauptstadt Kirgisistans. Sollte die US-Regierung ihre Zusagen erfüllen, werde Iran umgehend entsprechende Schritte einleiten.

Bereits zuvor hatte der iranische Präsident betont, ein Krieg liege nicht im Interesse einer der beiden Seiten. Teheran sei weiterhin für eine Verhandlungslösung offen. Am Rande des Gipfels war außerdem ein Treffen Peseschkians mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geplant.

Der Präsident bezog sich auf eine Zwischenvereinbarung, die Washington und Teheran im Juni geschlossen hatten. Sie sollte dazu beitragen, die Kämpfe zu beenden, die nach US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf Iran am 28. Februar begonnen hatten.

Die Vereinbarung scheiterte jedoch nach kurzer Zeit an Streitigkeiten über ihre Umsetzung. Beide Seiten beschuldigten sich gegenseitig, gegen die Absprachen verstoßen zu haben. Teheran macht weitere Schritte nun davon abhängig, dass die US-Regierung ihre damaligen Zusagen erfüllt.

Auch Irans Außenminister Abbas Araghtschi hatte zuletzt die Möglichkeit neuer Verhandlungen nicht ausgeschlossen. In der vergangenen Woche bemühten sich zudem mehrere Staaten der Region um Vermittlung. Delegationen aus Pakistan, Katar und Oman reisten dazu nach Teheran.

Die diplomatischen Signale folgten auf eine neue militärische Eskalation. Das US-Militär griff am Sonntagabend die iranische Insel Larak in der Straße von Hormus an. Iran reagierte nach eigenen Angaben mit Angriffen auf zwei US-Luftwaffenstützpunkte in Jordanien.

Es war der erste direkte Austausch von Angriffen zwischen den USA und Iran seit Ende Juli. US-Präsident Donald Trump kündigte anschließend eine Reaktion an, erklärte zugleich aber, die neuen Angriffe bedeuteten keine Rückkehr zu einem umfassenden Krieg.

Die Straße von Hormus bleibt damit ein zentraler Streitpunkt. Die Meerenge verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und gehört zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten für die weltweite Ölversorgung.

Seit Beginn des Iran-Krieges vor rund sechs Monaten blockiert Teheran die Straße von Hormus weitgehend. Die iranische Regierung erklärte wiederholt, eine freie Durchfahrt erst dann wieder zuzulassen, wenn Washington die Verpflichtungen aus der Vereinbarung vom Juni umsetzt.

Als Reaktion verhängten die USA eine Seeblockade gegen iranische Häfen. Die Einschränkungen des Schiffsverkehrs belasteten die Ölversorgung und ließen die Preise auf den Weltmärkten deutlich steigen. Parallel dazu setzt Trump auf wirtschaftlichen Druck und kündigte einen „Wirtschaftskrieg“ gegen Teheran an.

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