Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler verschärft seinen Sparkurs. In Europa sollen weitere 3460 Arbeitsplätze wegfallen, davon 2660 in Deutschland. Außerdem plant der Konzern, vier deutsche Werke zu schließen.
Die angekündigten Stellenstreichungen entsprechen rund neun Prozent der derzeit knapp 32.000 Beschäftigten von Schaeffler in Deutschland. Einschließlich bereits beschlossener Programme wird der Konzern damit nach eigenen Angaben rund 18 Prozent seiner deutschen Arbeitsplätze abbauen.
Betroffen sind unter anderem die Werke in Dortmund und Morbach. In Dortmund arbeiten 430 Menschen, im rheinland-pfälzischen Morbach 160. An beiden Standorten stellt Schaeffler Produkte für Verbrennungsmotoren her.
Auch die Standorte in Berlin und im nahe Frankfurt am Main gelegenen Schwalbach sollen geschlossen werden. In Berlin fallen dadurch 270 Stellen weg. Der Großteil der rund 385 Beschäftigten in Schwalbach soll in das Schaeffler-Werk in Frankfurt wechseln.
Darüber hinaus will der Konzern die Produktion an den Standorten Höchstadt, Erlangen, Schweinfurt, Herzogenaurach, Bühl, Nürnberg und Regensburg umstrukturieren und teilweise verkleinern.
Die verbleibende Belegschaft soll in den kommenden beiden Jahren freiwillig auf einen Teil ihres Gehalts verzichten. In einer Konzernmitteilung heißt es: „Ohne den Solidaritätsbeitrag wäre der Stellenabbau nochmals größer ausgefallen.“
Durch die Maßnahmen soll sich das jährliche Ergebnis von Schaeffler ab 2030 um 300 Millionen Euro verbessern. Konzernchef Klaus Rosenfeld veranschlagt für das Sparprogramm Einmalkosten von rund 480 Millionen Euro.
Schaeffler begründet die weiteren Einschnitte mit der „Automobilkrise in Europa“. Diese erfordere zusätzliche Gegenmaßnahmen und strukturelle Anpassungen.

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