Ingo Lenßen holt seinen Bruder Frank für neue Sat.1-Filmreihe vor die Kamera

TV-Anwalt Ingo Lenßen steht für seine neue Sat.1-Filmreihe „Lenßen: Anklage Mord“ gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Frank vor der Kamera. Frank Lenßen spielt sich selbst und übernimmt damit erstmals eine Rolle in einem Filmprojekt seines Bruders.

Die Reihe startet am Montag um 20.15 Uhr. Ingo Lenßen ermittelt darin erstmals 90 Minuten lang. Für die beiden Brüder ist der gemeinsame Dreh nach eigenen Angaben ein besonderes Erlebnis.

Frank Lenßen arbeitet normalerweise als Geschäftsführer einer Berliner Werbeagentur. Für die Filmreihe musste er keine eigene Figur entwickeln: Er spielt sich selbst und engagiert seinen älteren Bruder als Anwalt in einem brisanten Fall.

Das Verhältnis der Brüder ist eng. Ingo Lenßen berichtet, dass es zwischen ihnen nur einmal Streit gegeben habe – vor rund 50 Jahren. Damals war Ingo 14 Jahre alt, Frank sieben. Weil Frank beim Fußballspielen stets ins Tor musste, hielt er seinem Bruder diese Entscheidung nach eigenen Angaben noch lange vor.

Schwere Schicksalsschläge haben die Verbindung zwischen den Brüdern zusätzlich geprägt. Ihr Vater starb 2004, ihre Mutter 2008 – beide an Krebs. Damit wurden Ingo und Frank innerhalb von vier Jahren zu Waisen. Noch heute sprechen sie über ihre Eltern.

Zu ihrem festen Alltag gehört ein gemeinsames Essen einmal pro Woche. Dabei tauschen sie sich offen aus. Gemeinsame Interessen sind unter anderem Eishockey und Fußball. Auch die Krefeld Pinguine verbinden die Brüder.

Die Idee für den gemeinsamen Dreh entstand, nachdem Ingo Lenßen seinem Bruder von drei geplanten Filmen erzählt hatte, die von einer realen Geschichte inspiriert sind. Die Handlung sei jedoch nicht eins zu eins aus dem echten Leben übernommen worden. Frank Lenßen war bereits früher gefragt worden, ob er bei einem Projekt seines Bruders mitmachen wolle.

Ingo Lenßen zeigt sich mit der Leistung seines Bruders vor der Kamera zufrieden. Pro Szene seien nur zwei Takes nötig gewesen. Gleichzeitig habe er beim Dreh einen besonderen Beschützerinstinkt gespürt und sich Sorgen um Frank gemacht.

Dass Ingo Lenßen überhaupt zum TV-Anwalt wurde, hat nach seiner Darstellung ebenfalls mit seinem Bruder zu tun. Frank riet ihm einst, ein Fax von Kirch Media Entertainment ernst zu nehmen. Darin war Ingo gefragt worden, ob er Interesse am Fernsehen habe. Ohne das Gespräch mit Frank hätte er die Nachricht nach eigener Aussage womöglich unbeantwortet weggeworfen.


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