Heizkosten 2026: Öl und Holz dürften deutlich teurer werden

Für viele Mieter und Hausbesitzer könnten die Heizkosten im Jahr 2026 weiter steigen. Besonders bei Heizöl und Holz zeichnen sich nach aktuellen Prognosen deutliche Aufschläge ab. Wie hoch die Rechnung ausfällt, hängt neben der Heizart auch von der Wohnfläche und der Größe des Gebäudes ab.

Bereits 2025 waren die Kosten vieler Energieträger gestiegen. Als Gründe werden knappere fossile Rohstoffe und weiterhin angespannte Lieferketten im Zusammenhang mit geopolitischen Konflikten genannt. Für 2026 wird mit unterschiedlichen Entwicklungen bei den einzelnen Heizarten gerechnet.

Besonders auffällig ist die Entwicklung bei Holz. Die Preise lagen 2025 den zugrunde liegenden Analysen zufolge bereits 20 Prozent über dem Vorjahr. Für 2026 wird ein weiterer Anstieg von bis zu 17 Prozent erwartet. In einer durchschnittlichen 75-Quadratmeter-Wohnung könnten die Heizkosten dadurch auf mehr als 800 Euro steigen.

Auch Heizöl könnte deutlich teurer werden. In Mehrfamilienhäusern wird für 2026 ein Kostenanstieg von knapp 24 Prozent erwartet. In Einfamilienhäusern könnten die Ausgaben sogar um bis zu 28 Prozent zulegen. 2025 war das Preisniveau beim Heizöl in Mehrfamilienhäusern dagegen nahezu unverändert geblieben.

Beim Erdgas wird eine gegenläufige Entwicklung erwartet. Nach einem Anstieg von rund 15 Prozent im Jahr 2025 könnten die Kosten 2026 in Mehrfamilienhäusern um bis zu vier Prozent sinken. Für Einfamilienhäuser wird ein Rückgang von bis zu fünf Prozent prognostiziert.

Fernwärme dürfte ebenfalls teurer werden. In Mehrfamilienhäusern wird mit einem Anstieg von etwa sechs Prozent gerechnet. Bei Einfamilienhäusern könnte die Steigerung dagegen rund ein Prozent betragen.

Am günstigsten bleibt den Prognosen zufolge die Wärmepumpe. In einer durchschnittlichen Wohnung eines Mehrfamilienhauses liegen die Kosten demnach bei rund 700 Euro. Gleichzeitig sollen die Ausgaben nur um etwa drei Prozent steigen. Auch im Einfamilienhaus bleibt die Wärmepumpe damit die günstigste der genannten Heizarten. Dort wird ein Anstieg von bis zu drei Prozent erwartet.


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