Vorwürfe gegen Thomas Markle: Ermittler prüfen Hinweise in mehreren Ländern

Ermittler prüfen schwere Vorwürfe gegen Thomas Markle in mehreren Ländern. Dabei geht es auch um die Frage, warum Hinweise aus dem Jahr 2019 damals offenbar nicht an weitere Behörden weitergegeben wurden.

Scotland Yard hatte zuvor bestätigt, dass Meghan im Januar 2019 einen sieben Seiten langen Brief mit Anschuldigungen gegen ihren Vater übergeben worden war. Andere Ermittlungsbehörden wurden zu diesem Zeitpunkt offenbar nicht eingeschaltet.

Der handgeschriebene Brief soll von Roslyn Loveless, der ersten Ehefrau von Thomas Markle, stammen. Sie erhob darin schwere Vorwürfe gegen ihren früheren Mann. Der königliche Personenschutz prüfte das Schreiben und leitete es anschließend zur Kenntnisnahme an die Büros von Harry und Meghan im Kensington-Palast weiter.

Meghan wollte danach offenbar selbst mit den Vorwürfen an die Öffentlichkeit gehen. Ein Leibwächter soll sie laut einem Bericht der britischen „Daily Mail“ jedoch mit den Worten „Überlassen Sie das uns, wir werden ermitteln“ gebremst haben.

Neue Ermittlungen gibt es auch in Mexiko. Nach Angaben der „Daily Mail“ durchsuchten Ermittler einen früheren Lagerraum von Thomas Markle in Rosarito. Dabei seien Computer, USB-Sticks, Videokassetten und weiteres Material beschlagnahmt worden. Ob sich darunter strafrechtlich relevantes Material befindet, ist demnach noch offen.

Auf den Philippinen laufen ebenfalls Untersuchungen. Thomas Markle Jr. soll nach eigenen Angaben Material aus dem Besitz seines Vaters an die Polizei übergeben haben. Digitale Geräte wurden sichergestellt und sollen forensisch auf mögliche illegale Inhalte untersucht werden. Auch das FBI soll über die Vorwürfe informiert worden sein.

In dem Brief beschuldigte Roslyn Loveless ihren Ex-Mann des sexuellen Missbrauchs von Kindern. Außerdem behauptete sie, er sei regelmäßig auf die Philippinen und nach Thailand gereist, weil er dort sexuelle Kontakte mit Zwölfjährigen für legal gehalten habe.

Thomas Markle weist sämtliche Anschuldigungen zurück und bezeichnet sie als „kranke Lügen“. Nun soll unter anderem geklärt werden, warum die Hinweise aus dem Jahr 2019 nicht weitergegeben wurden. Ob sich die Vorwürfe erhärten lassen, hängt auch von der Auswertung des sichergestellten Materials ab.


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