Merz besucht die schwer bewachte Grenze zwischen Nord- und Südkorea

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Bundeskanzler Friedrich Merz hat zum Abschluss seiner Asienreise den Grenzort Panmunjom auf der koreanischen Halbinsel besucht. Dort verläuft die schwer bewachte Grenze zwischen Nord- und Südkorea.

Die Grenze gilt als eine der gefährlichsten Stationen der Reise. Stacheldraht, Minenfelder und bewaffnete Soldaten prägen das Gebiet. Nur wenige Meter entfernt beginnt Nordkorea, das von Kim Jong-un geführt wird.

Rund um Panmunjom befinden sich nach den vorliegenden Angaben Millionen von Minen. An beiden Seiten des Flusses stehen sich Soldaten gegenüber. Militärs im Auftrag der Vereinten Nationen sichern den Waffenstillstand und sollen dabei als Unparteiische den Frieden bewahren.

Der Waffenstillstand zwischen Nord- und Südkorea wurde 1953 geschlossen. Seitdem hat sich an der Situation nur wenig verändert. Zwischen den beiden Ländern gibt es dem Bericht zufolge keine Telefonverbindungen und keinen Grenzverkehr für Bürger. Auch in der entmilitarisierten Pufferzone darf niemand wohnen.

Der Ort erinnerte Merz an die deutsche Teilung und die frühere Grenze zwischen der DDR und der Bundesrepublik. Er sagte, man spüre in Panmunjom, wie sehr ein Land unter einer Teilung leide. Südkorea wünsche sich eine Wiedervereinigung. Bis dahin müsse die Grenze weiterhin von Soldaten gesichert werden.

Nach Angaben des Kanzlers sind inzwischen auch zwei deutsche Soldaten an der Sicherung beteiligt. Dies zeige, dass Sicherheit nicht teilbar sei. Deutschland könne dankbar sein, eine solche Situation seit 36 Jahren nicht mehr erleben zu müssen.

Zu den am Vortag gestarteten Raketentests Nordkoreas äußerte sich Merz bei seinem Besuch nicht.

Am Vorabend hatte der Kanzler mit Südkoreas Präsident Lee Jae-myung unter anderem über die theoretischen Möglichkeiten einer Wiedervereinigung gesprochen. Zudem ging es um die militärische Zusammenarbeit zwischen Nordkorea und Russland im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine.

Auf dem Weg zur Grenze musste die Kolonne des Kanzlers laut Bericht langsam fahren. Wegen verschärfter Sicherheitsvorschriften sind vorzeitige Ankünfte in Panmunjom demnach auch für einen Bundeskanzler nicht erlaubt.


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