Der Berliner Frank S. soll über Jahre hinweg dutzende Frauen betäubt, missbraucht und dabei gefilmt haben. Zehn Frauen, die auf den Aufnahmen zu sehen sind, konnten bislang nicht identifiziert werden.
Nach Angaben aus dem vorliegenden Bericht kennen die Behörden die Videos seit zehn Monaten. Die betroffenen Frauen leben demnach weiter, ohne zu wissen, was ihnen angetan wurde.
Eine öffentliche Fahndung nach weiteren möglichen Opfern gibt es bislang nicht. Auch ein Foto des 69-jährigen Tatverdächtigen wurde nach den vorliegenden Informationen nicht veröffentlicht.
Der Bericht stellt die fehlende Fahndung der Suche nach einem Ladendieb in Bielefeld gegenüber. Dort ermitteln die Behörden mit Bildern. Warum im Fall der mutmaßlichen Sexualstraftaten bisher keine öffentliche Suche nach den noch unbekannten Frauen erfolgt, bleibt demnach offen.
Polizei und Staatsanwaltschaft wurden mit diesem Widerspruch konfrontiert. Die Antworten werden als ausweichend beschrieben. Der Staatsanwalt will das Täter-Foto offenbar nicht zeigen.

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