Vance wirbt bei iranischem Hardliner für neue Gespräche

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US-Vizepräsident JD Vance hat einen Brief an den iranischen Hardliner Mohsen Rezaei geschickt. Damit soll offenbar ein neuer Versuch gestartet werden, die festgefahrenen Gespräche zwischen den USA und Iran wiederzubeleben.

Rezaei ist Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran und war früher Kommandeur der mächtigen Revolutionsgarden (IRGC). Sein politischer Einfluss in Teheran gilt als zunehmend größer. Bislang hatte er sich gegen Verhandlungen mit Washington ausgesprochen.

Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ brachte Vance in seinem Schreiben einen neuen Rahmen für Verhandlungen ins Spiel. Wann der Brief verschickt wurde und welche Details er enthält, ist bislang unklar.

US-Präsident Donald Trump bestätigte den Vorstoß am Mittwoch. Vance habe ihn zuvor nach seiner Einschätzung gefragt. Trump sagte dazu: „Er hat mich gefragt, was ich denke, und ich sagte: Wenn du das machen willst, ist das okay.“

Rezaei hatte laut dem Bericht erst in diesem Monat damit gedroht, iranische Angriffe auf Ziele in benachbarten arabischen Staaten auszuweiten. Als mögliche Ziele seien unter anderem Rechenzentren und Internetkabel genannt worden.

Der frühere IRGC-Kommandeur führte die Revolutionsgarden und die ihnen unterstellte Basidsch-Miliz während des Kriegs gegen den Irak von 1980 bis 1988. In der frühen Phase der Islamischen Republik standen die Revolutionsgarden und die regulären iranischen Streitkräfte in Konkurrenz zueinander.

Die Gespräche mit Iran waren bislang vor allem vom iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghchi geführt worden. Im April trafen sie in Islamabad unter anderem mit Vance sowie den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner zusammen. Die Verhandlungen dauerten insgesamt 21 Stunden.

Dem diplomatischen Vorstoß steht zugleich eine militärische Drohung aus Washington gegenüber. Trump erklärte, die USA könnten nach den Kongresswahlen am 3. November erneut militärisch gegen Iran vorgehen.

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Fort Myers im US-Bundesstaat Florida sagte Trump: „Vielleicht machen wir noch eine kleine Epic Fury.“ Zudem erklärte er, Iran könne sich auch einigen, bezweifelte dies jedoch.

„Epic Fury“ ist laut dem Bericht der Codename für eine gemeinsame Militäroperation der USA und Israels gegen Iran, die Ende Februar 2026 begann. Damit kommen aus Washington gleichzeitig Signale für neue Verhandlungen und Warnungen vor möglichen Angriffen.


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