Vier Tote bei Absturz eines EUFOR-Hubschraubers in Bosnien-Herzegowina

Beim Absturz eines Hubschraubers der EU-Friedenstruppe EUFOR sind in Bosnien-Herzegowina vier Menschen ums Leben gekommen. Elf weitere Menschen wurden verletzt. Bei allen Opfern handelt es sich um Italiener.

Die Maschine stürzte nahe dem Dorf Gorice im Gebiet Brcko ab. Der Ort liegt an der Grenze zu Kroatien. Der Hubschrauber war während eines Einsatzes der EU-Mission EUFOR unterwegs.

Nach Angaben des italienischen Verteidigungsministeriums stammte der Helikopter aus Italien. Die Rettungskräfte seien unmittelbar nach dem Unglück zur Stelle gewesen. Zur Ursache des Absturzes machte das Ministerium zunächst keine Angaben.

Zunächst hatte der Bürgermeister von Brcko, Sinisa Milic, gegenüber bosnischen Medien von drei Toten und zwölf Verletzten berichtet. Nach einem Bericht von „klix.ba“ starb jedoch ein weiteres Opfer später im Krankenhaus.

Bei der abgestürzten Maschine soll es sich um einen CH-47 Chinook handeln. Der zweirotorige Transporthubschrauber gilt als großer Militärhelikopter.

EUFOR überwacht seit Dezember 2004 die Umsetzung des Dayton-Friedensabkommens. Mit diesem Abkommen wurde 1995 der Bosnien-Krieg beendet. Der Mission gehören derzeit mehr als tausend Soldaten an, darunter auch Einsatzkräfte aus Deutschland.


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