Das Amtsgericht Dortmund hat gegen den Auto-Influencer Jean Pierre „JP“ Kraemer einen Strafbefehl über 270.000 Euro erlassen. Hintergrund sind Vorwürfe wegen Körperverletzung in zwei Fällen und Sachbeschädigung zum Nachteil seiner Nochehefrau.
Die Geldstrafe setzt sich nach Angaben einer Sprecherin des Gerichts aus 90 Tagessätzen zu jeweils 3000 Euro zusammen. Bei der Sachbeschädigung soll es sich um eine Kette gehandelt haben, die Kraemer seiner Frau vom Hals gerissen habe.
Im Mittelpunkt des Falls stehen Vorwürfe häuslicher Gewalt. Kraemer soll seine Frau unter anderem mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen haben. Außerdem gibt es ein Überwachungsvideo, auf dem zu sehen sein soll, wie er seine Ehefrau an den Haaren zieht, schubst, am Hals packt und gegen eine Wand drückt.
Der 46-Jährige räumte die Vorwürfe öffentlich teilweise ein und entschuldigte sich später in einer weiteren Stellungnahme bei seiner Frau. Zuvor hatte er ihr vorgeworfen, sie habe ihn ebenfalls geschlagen. Gegenüber der „Bild“-Zeitung erklärte sie, sie habe ihm in einer Defensivsituation auf die Brust gehauen.
Das Paar hat sich getrennt und befindet sich derzeit im Scheidungsverfahren. Die 270.000 Euro sind keine Entschädigung für die Ehefrau, sondern eine Geldstrafe. Unabhängig davon kann sie nach Angaben der Gerichtssprecherin zivilrechtliche Schritte einleiten.
Kraemer kann gegen den Strafbefehl Einspruch einlegen. In diesem Fall käme es zu einer Hauptverhandlung.

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