„Star Trek“-Star Patrick Stewart mit 86 Jahren gestorben

Der britische Schauspieler Sir Patrick Stewart ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Bekannt wurde er vor allem als Captain Jean-Luc Picard in der „Star Trek“-Serie „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert“ und als Professor Charles Xavier in den „X-Men“-Filmen.

Stewart starb am Mittwoch, dem 28. Oktober, in Los Angeles. Das berichtete die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf seine Sprecherin Kelly Bush Novak. Der Schauspieler litt an Alzheimer und Lewy-Körper-Demenz. Wie lange er bereits erkrankt war, ist nicht bekannt.

Seine letzten Stunden verbrachte Stewart nach Angaben seiner Sprecherin in seinem Haus in Los Angeles im Kreis seiner Familie und Freunde. Auf seinem offiziellen Instagram-Account wurde darum gebeten, anstelle von Blumen für die Alzheimer-Forschung und zur Unterstützung pflegender Angehöriger zu spenden. Genannt wurden der Forschungsfonds der Johns Hopkins University und die Alzheimer’s Foundation of America.

Seinen internationalen Durchbruch feierte Stewart 1987 mit „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert“. Sieben Staffeln lang spielte er Captain Jean-Luc Picard, den Kommandanten der Enterprise. Bis 1994 entstanden insgesamt 178 Folgen. Auch in vier Kinofilmen übernahm Stewart die Rolle. Von 2020 bis 2023 kehrte er mit „Star Trek: Picard“ noch einmal in das Universum der Serie zurück.

Auch als Professor Charles Xavier in den „X-Men“-Filmen wurde Stewart einem internationalen Publikum bekannt. Ab dem Jahr 2000 verkörperte er den Gründer einer Schule für Mutanten. Zuletzt war er 2022 im Marvel-Film „Doctor Strange in the Multiverse of Madness“ als Professor Xavier zu sehen.

Stewarts Karriere begann auf der Theaterbühne. Er wuchs im englischen Yorkshire in einfachen Verhältnissen auf und erhielt später ein Stipendium für die Bristol Old Vic Theatre School. 14 Jahre lang gehörte er der Royal Shakespeare Company an. Besonders die Rolle des Macbeth war ihm wichtig. Für seine Darstellung erhielt er 2008 seine einzige Nominierung für den amerikanischen Theaterpreis Tony Award.

2010 wurde Stewart für seine Verdienste um die Schauspielkunst von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen. Neben seiner Arbeit für Film und Fernsehen blieb er bis ins hohe Alter auf der Bühne aktiv. Unter anderem spielte er gemeinsam mit seinem engen Freund und Schauspielkollegen Ian McKellen in „Warten auf Godot“ und „Niemandsland“.

Stewart war seit 2013 mit der amerikanischen Sängerin Sunny Ozell verheiratet. Er hinterlässt neben seiner Ehefrau zwei erwachsene Kinder, Tochter Sophia und Sohn Daniel. Seine Karriere erstreckte sich über mehr als sechs Jahrzehnte.


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