A1 bei Bremen: Mehrere nächtliche Sperrungen wegen neuer Bauphase

Auf der A1 bei Bremen beginnt eine neue Bauphase zur Sanierung der Weserbrücke. Dafür wird die Autobahn Anfang und Mitte November mehrfach nachts gesperrt. Betroffen sind beide Fahrtrichtungen.

Die südliche Hälfte der Weserbrücke in Richtung Hamburg ist nach rund 18 Monaten Bauzeit saniert. Nun soll der Verkehr auf diesen Brückenteil verlegt werden. Anschließend beginnt die Sanierung der nördlichen Brückenhälfte.

Nach Angaben der Projektgesellschaft Deges gelten in den kommenden Wochen mehrere Sperrungen und Verkehrseinschränkungen:

In der Nacht vom 7. auf den 8. November wird die A1 zwischen den Anschlussstellen Bremen-Arsten und Bremen-Hemelingen in Richtung Hamburg von 22 bis 5 Uhr vollständig gesperrt. In der folgenden Nacht vom 8. auf den 9. November gilt dort erneut eine Vollsperrung. Zusätzlich wird in Richtung Osnabrück der Überholfahrstreifen gesperrt.

Vom 9. bis zum 11. November soll der Verkehr vorübergehend mit jeweils zwei Fahrspuren über die nördliche beziehungsweise südliche Brückenhälfte geführt werden. Vom 11. bis zum 13. November wird in beiden Fahrtrichtungen jeweils zwischen 20 und 6 Uhr der Überholfahrstreifen gesperrt.

In den Nächten vom 13. auf den 14. sowie vom 14. auf den 15. November ist außerdem eine Vollsperrung der A1 in Richtung Osnabrück vorgesehen. Konkrete Uhrzeiten dafür hat die Deges bislang nicht genannt.

Während der Vollsperrungen in Richtung Hamburg wird der Verkehr ab Bremen-Arsten über die ausgeschilderte Umleitung U31 geführt. Sie verläuft über die B6n, die A281 und die B6 bis zum Zubringer Bremen-Hemelingen.

Bei den späteren Sperrungen in Richtung Osnabrück wird die Umleitung in umgekehrter Richtung von Bremen-Hemelingen nach Bremen-Arsten geführt. Autofahrer müssen insbesondere nachts sowie bei den anschließenden Änderungen mit Behinderungen rechnen.

Die Bauarbeiten sollen nach Angaben der Deges bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Projektleiter Sebastian Max erklärte, für die Vorbereitung der Verkehrsverlegung und zum Schutz der Arbeiter seien weitere Sperrungen notwendig.

Der Abschnitt zwischen dem Dreieck Stuhr und der Weserbrücke gilt als besonders gefährlich. Innerhalb von sechs Monaten starben dort bei Verkehrsunfällen fünf Menschen. In diesem Zeitraum wurden rund 300 Unfälle registriert. Als Risiken gelten unter anderem die Verengung von drei auf zwei Fahrstreifen und der hohe Anteil an Lastwagen.

Die Fahrstreifen sollen deshalb entgegen früheren Planungen weiterhin 3,65 beziehungsweise 3,38 Meter breit bleiben. Zudem soll die Geschwindigkeit im Anfahrbereich reduziert werden.


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