Die frühere „ARD-Buffet“-Moderatorin Jacqueline Stuhler ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Sie starb am 24. Oktober in Friolzheim im Enzkreis nach langer, schwerer Krankheit, wie der Südwestrundfunk (SWR) mitteilte. Ihr Ehemann bestätigte den Tod.
Bundesweit bekannt wurde Stuhler vor allem durch die Ratgebersendung „ARD-Buffet“. 1998 gehörte sie zum Gründungsteam des vom SWR produzierten Formats. Elf Jahre lang war sie im Ersten als Moderatorin und prägendes Gesicht der Sendung zu sehen.
Auch in anderen SWR-Formaten war Stuhler präsent. Im „SWR Wortwechsel“ befragte sie bis 2008 mehrere Jahre lang prominente Gäste. Zudem arbeitete sie für das landespolitische Magazin „Ländersache“ im SWR-Fernsehen für Baden-Württemberg.
SWR-Intendant Kai Gniffke würdigte Stuhler in einer Mitteilung des Senders. Sie sei eines der prägenden Gesichter des SWR gewesen, habe den Menschen zugehört und komplexe Themen verständlich gemacht. Mit ihr verliere der Sender eine kluge Journalistin und zugewandte Moderatorin.
Jacqueline Stuhler wurde am 23. April 1956 in Lindau geboren und wuchs am Bodensee auf. Ihre journalistische Ausbildung begann sie als Volontärin bei der „Nürnberger Zeitung“. In Erlangen studierte sie Theaterwissenschaften.
1980 startete Stuhler als Reporterin beim Bayerischen Rundfunk. Dort moderierte sie unter anderem „Zündfunk“ und „Live aus dem Alabama“. Außerdem arbeitete sie für den Westdeutschen Rundfunk und war in der ARD in der Kindersendung „Links und rechts vom Äquator“ zu sehen.
Ab 1990 leitete sie beim damaligen Süddeutschen Rundfunk die Redaktion Innenpolitik. In dieser Funktion verantwortete sie die Sendungen „Pro und Contra“ und „Schlaglicht“. Für ihre journalistische Arbeit erhielt sie 1982 den Ernst-Schneider-Preis für Wirtschaftsjournalismus. 2001 folgte der Hans-Bausch-Mediapreis.
Der SWR erinnert am Dienstagabend in der Hauptausgabe von „SWR Aktuell Baden-Württemberg“ um 19.30 Uhr an Jacqueline Stuhler.

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