Chinesische Getränkeunternehmen beenden Werbedeals mit Kylian Mbappé

Zwei chinesische Getränkehersteller haben ihre Werbepartnerschaften mit dem französischen Fußballstar Kylian Mbappé mit sofortiger Wirkung beendet. Beide Unternehmen erklärten, sie würden kein Verhalten tolerieren, das die Gefühle des chinesischen Volkes verletze.

Worin genau Mbappés angebliches Fehlverhalten bestehen soll, teilten die Firmen zunächst nicht mit. Auch chinesische Medien nannten zunächst keine konkreten Gründe für die Entscheidung.

Mbappé, Stürmer des spanischen Rekordmeisters Real Madrid, hatte unter anderem mit einem in Shenzhen ansässigen Hersteller von Sportgetränken und einem in China bekannten Milchprodukteunternehmen aus der Inneren Mongolei zusammengearbeitet. Sein Gesicht war unter anderem auf den Etiketten von Getränkeflaschen zu sehen.

Der Fußballer hat in China viele Fans und tritt dort regelmäßig in Werbekampagnen auf. Das Ende der Partnerschaft mit Dongpeng entwickelte sich auf der chinesischen Plattform Weibo zu einem der meistdiskutierten Themen.

Auslöser könnten Aussagen Mbappés in einem Podcast-Interview gewesen sein, die anschließend online verbreitet wurden. Der 27-Jährige wurde nach seinem Lieblingsmeme mit ihm selbst gefragt. Als Antwort nannte er ein Meme mit einem „Typen“, bei dem es sich seiner Einschätzung nach um einen „chinesischen Diktator“ gehandelt habe und auf dem sein Gesicht montiert gewesen sei.

Die Echtheit des Videos war der Nachrichtenagentur AFP zufolge zunächst nicht bestätigt. Das chinesische Sportnachrichtenportal Dongqiudi erklärte, Mbappés Äußerungen nicht übersetzen zu können, weil sie China und das chinesische Volk verletzten.

Im Internet kursieren Memes mit Mbappés Gesicht, die auf einem Bild des chinesischen Revolutionsführers Mao Zedong beruhen. Mao gilt in China als Mitbegründer der Volksrepublik und genießt dort hohes Ansehen. Diskussionen über seine Verbrechen sind in China weiterhin tabu.

Kritische Inhalte über politische Führungspersönlichkeiten werden in der Volksrepublik China im Internet häufig zensiert. Auch die Diskussion über Mbappés mutmaßliche Äußerungen war davon betroffen.


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