Microsoft bietet rund 60.000 Beschäftigten freiwillige Abfindungen an

Microsoft hat rund 60.000 Beschäftigten in den USA, Kanada, Indien und Großbritannien freiwillige Abfindungen angeboten. Der Technologiekonzern investiert zugleich Milliarden in künstliche Intelligenz.

Das Angebot richtet sich laut einer internen Mitteilung von Personalchefin Amy Coleman an etwa ein Viertel der weltweit 223.000 Beschäftigten. Microsoft will den Mitarbeitern damit nach eigenen Angaben mehr Flexibilität und Möglichkeiten für ihren weiteren beruflichen Weg geben.

Die Abfindungen sind freiwillig. Daher steht nicht fest, wie viele Beschäftigte das Angebot annehmen und das Unternehmen tatsächlich verlassen werden. Für Microsoft ist es bereits das zweite Abfindungsprogramm in diesem Jahr.

Der Konzern hatte seine Belegschaft bereits zuvor reduziert. Ende Juni beschäftigte Microsoft weltweit rund 223.000 Menschen und damit etwa 5000 weniger als Ende des vergangenen Jahres. Im Juli kündigte das Unternehmen außerdem an, knapp 5000 weitere Stellen zu streichen.

Parallel dazu plant Microsoft hohe Investitionen in künstliche Intelligenz. Für Rechenzentren und KI-Chips sind im laufenden Jahr Ausgaben zwischen 130 und 145 Milliarden Dollar vorgesehen. Das entspricht umgerechnet rund 116 bis 129 Milliarden Euro und wäre nahezu doppelt so viel wie 2025.

Die Ankündigung löste auch Kritik und Warnungen mit Blick auf die Folgen der KI-Entwicklung für den Arbeitsmarkt aus. Der Ökonom Emanuel Boeminghaus bezeichnete sie auf X als Warnsignal. Microsoft-Mitgründer Bill Gates hatte bereits im August vor möglichen Auswirkungen künstlicher Intelligenz gewarnt. Besonders junge Menschen könnten künftig Schwierigkeiten haben, eine Stelle zu finden.


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