Antoine de Massy, ein Großcousin von Fürst Albert II. von Monaco, ist im Alter von 29 Jahren tot aufgefunden worden. Seine Leiche lag am Sonntagabend in einer Grünanlage entlang des Boulevard du Larvotto.
Das teilte die Staatsanwaltschaft der Zeitung „Monaco-Matin“ mit. Am Montagmorgen nahm die Polizei eine Person fest. Sie soll sich nach Angaben der Ermittler in der Nähe des Fundorts aufgehalten haben und wird weiter verhört.
Die Familie hatte Alarm geschlagen, nachdem Antoine de Massy nicht zum traditionellen Sonntagsessen erschienen war. Wenige Stunden später wurde sein Leichnam entdeckt.
Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen zur Todesursache ein. Aufnahmen aus den zahlreichen Überwachungskameras führten die Ermittler zu der festgenommenen Person. Derzeit schließen sie weder einen Unfall noch Fremdeinwirkung oder unterlassene Hilfeleistung aus.
Antoine de Massy war der Enkel von Prinzessin Antoinette, der älteren Schwester von Fürst Rainier III. und damit der Tochter von Alberts Vater. Als Jugendlicher galt er als großes Tennistalent. Für seine sportliche Laufbahn zog die Familie zeitweise nach Florida, wo er an der Tennisakademie von Nick Bollettieri trainierte.
De Massy träumte von einer Teilnahme an den Olympischen Spielen und davon, eines Tages die Nummer eins zu werden. Im Gesellschaftsleben von Monte-Carlo hielt er sich jedoch eher im Hintergrund. Zu seinen letzten öffentlichen Auftritten gehörte das traditionelle Te Deum zum monegassischen Nationalfeiertag im November 2025.
Zuletzt hatte er das Unternehmen Instant Tech mitgegründet. Die Firma entwickelte eine App für Geschäfte und Freizeitangebote in Monaco.
Sein Vater war Baron Christian de Massy. Der Baron ist der Sohn von Prinzessin Antoinette und wurde in Berichten als schwarzes Schaf der Grimaldis bezeichnet. Er war viermal verheiratet und wurde viermal geschieden. Auf seiner Website beschreibt er unter anderem Autorennen, Motorradreisen und Expeditionen rund um die Welt. Auch seinen verstorbenen Sohn Antoine zeigte er dort.

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