UN-Kommission wirft Russland Rekrutierung ausländischer Kämpfer vor

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Russland soll seine Rekrutierung ausländischer Kämpfer ausgeweitet haben. Nach Angaben der Nachrichtenagenturen Bloomberg und RBC, die sich auf ukrainische Geheimdienstinformationen berufen, wirbt Moskau inzwischen in 29 Ländern um Männer für den Krieg gegen die Ukraine. Besonders im Blick stehen demnach Menschen aus armen afrikanischen Staaten.

Aus Burundi sollen in den vergangenen neun Monaten knapp 700 Männer angeworben worden sein. Im gesamten Jahr 2025 waren es laut den vorliegenden Angaben 30. Aus Simbabwe sollen in diesem Jahr bereits 530 Männer nach Russland gekommen sein, verglichen mit 65 im Vorjahr. Auch aus weiteren afrikanischen Ländern werden steigende Zahlen berichtet.

Die Untersuchungskommission der Vereinten Nationen zur Ukraine erhebt schwere Vorwürfe gegen russische Behörden. Menschen aus 29 Ländern seien durch Täuschung oder Verschleppung in die russische Armee gezwungen worden. Afrikanische Rekrutierte würden laut der Kommission vor allem bei Angriffen und Vorstößen eingesetzt. Dabei handle es sich um besonders verlustreiche Frontabschnitte.

Zusätzlich wirft die UN-Kommission Russland wegen systematischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur Kriegsverbrechen vor.

Die angeworbenen Männer sollen laut Bloomberg teilweise mit falschen Versprechen nach Russland gelockt worden sein. In Aussicht gestellt worden seien zivile Arbeitsplätze, etwa in der Gastronomie. Andere seien mit hohen Zahlungen oder der Aussicht auf einen russischen Pass angeworben worden.

Ein Beispiel ist der Fall des 22-jährigen Daniel Nchama aus Äquatorialguinea. Statt des versprochenen Jobs als Bodyguard sei der Student an die Front geschickt worden. Über einen späteren Einsatz sagte er der Nachrichtenagentur AFP: „Von 566 Rekruten waren am Ende nur drei von uns übrig.“

Nach Angaben der UN wurden Menschen, die sich weigerten, mit Haft, Schlägen und dem Tod bedroht. Die Ukraine will insgesamt rund 46.000 Ausländer aus 151 Staaten identifiziert haben, die Verträge mit dem russischen Militär unterschrieben haben sollen. Darunter seien rund 5500 Afrikaner.


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