Die jemenitischen Huthi-Milizen haben am Samstagabend nach eigenen Angaben mehrere Ziele in Saudi-Arabien angegriffen. Gleichzeitig meldeten sie mindestens zwölf Tote nach einem Luftangriff nahe der jemenitischen Hauptstadt Sanaa.
Nach Angaben des Huthi-Militärsprechers Yahya Saree richteten sich die Angriffe unter anderem gegen den Internationalen Flughafen in Riad, eine Anlage des Ölkonzerns Aramco, eine Ölraffinerie und die Ost-West-Pipeline.
Der saudische Zivilschutz teilte mit, dass zwei ballistische Raketen abgefangen worden seien. Bereits am Samstagvormittag hatte die Behörde kurzzeitig vor möglichen Luftangriffen gewarnt.
Wenige Stunden zuvor hatten die Huthis mehrere Tote nach einem Luftangriff gemeldet. In der Nähe von Sanaa seien mindestens zwölf Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden. Die Miliz machte Saudi-Arabien für den Angriff verantwortlich.
Augenzeugen berichteten zudem von Luftangriffen westlich von Sanaa. Dort seien Rauchwolken zu sehen gewesen. Dem Huthi-Sender Al Masirah zufolge wurden rund 20 Luftangriffe auf die Hafenstadt Mokka geflogen. Eine Bestätigung von saudischer Seite lag zunächst nicht vor.
Die von Saudi-Arabien unterstützte jemenitische Regierung erklärte außerdem, drei weitere Raketen seien auf Stellungen der Küstenwache in der südlichen Hafenstadt Aden abgefeuert worden.
Der Bürgerkrieg im Jemen ist im Zuge des Irankriegs erneut aufgeflammt. Die von Iran unterstützten Huthis eroberten bei einer Offensive weite Teile der Westküste am Roten Meer und rückten auch in anderen Provinzen vor. Die Regierung versucht, die Rebellen mit Unterstützung verbündeter Milizen und Saudi-Arabiens zurückzudrängen.

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