Audi plant erstes US-Werk in Georgia mit 4,2-Milliarden-Dollar-Investition

Audi will im US-Bundesstaat Georgia sein erstes eigenes Werk in den Vereinigten Staaten bauen. Die Investition soll sich auf 4,2 Milliarden Dollar belaufen, rund 3,6 Milliarden Euro.

US-Präsident Donald Trump kündigte das Vorhaben bei einer Wahlkampfveranstaltung in Perry an. Nach seinen Angaben soll Audi im November mit dem Bau beginnen. Das Unternehmen rechnet nach eigenen Angaben damit, noch in diesem Jahr die Erdarbeiten aufzunehmen.

In dem Werk sollen künftig die Audi-Modelle Q7, Q8 und Q9 produziert werden. Vorgesehen ist eine jährliche Kapazität von 200.000 Fahrzeugen. Die volle Produktionsleistung soll 2031 erreicht werden.

Durch das Projekt sollen 4500 neue Arbeitsplätze entstehen. Zusätzlich plant Audi, 25.000 Fahrzeuge im benachbarten Bundesstaat South Carolina zu bauen.

Bei der Veranstaltung holte Trump Audi-Chef Gernot Döllner auf die Bühne. Döllner bezeichnete das Vorhaben als „fantastische Möglichkeit“ und erklärte, es handele sich um eine langfristige Investition, weil Audi an den amerikanischen Markt glaube.

Trump bezeichnete die Investition als besonders umfangreich. Er kündigte sie vor dem Hintergrund des Wahlkampfendspurts zu den Midterms an.

Bisher importierte Audi seine Fahrzeuge für den US-Markt aus Europa oder Mexiko. Nach Angaben aus dem vorliegenden Material belasteten die Trump-Zölle den Autobauer im Vorjahr mit 1,2 Milliarden Euro. Gleichzeitig ging der Absatz in den USA zurück.

Die US-Regierung verfolgt demnach das Ziel, dass Unternehmen, die in den Vereinigten Staaten verkaufen, möglichst auch dort produzieren. Volkswagen hatte deshalb für Audi eine Ausweitung der Produktion in den USA geprüft. Mit dem nun angekündigten Projekt soll das erste Audi-Werk im Land entstehen.


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