Obama unterstützt Senatskandidaten in Michigan und greift Trump an

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Barack Obama hat bei einer Wahlkampfveranstaltung in Detroit den demokratischen Senatskandidaten Abdul El-Sayed unterstützt und zugleich die Umbauten von US-Präsident Donald Trump am Weißen Haus verspottet.

Beim Wahlkampffinale vor den US-Kongress-Zwischenwahlen am 3. November betrat der frühere Präsident unter dem Jubel seiner Anhänger das Podium in der Turnhalle einer Highschool. Obama warb für El-Sayed, der in Michigan einen Senatssitz für die Demokraten verteidigen soll.

Seine schärfste Attacke galt Trump. Obama sagte, das Weiße Haus sehe inzwischen aus, als hätte Saddam Hussein eine Cheesecake Factory eröffnet. Die US-Restaurantkette ist für ihre auffällige Einrichtung bekannt. Obama spielte damit auf die als protzig beschriebenen Umbauten am Amtssitz des Präsidenten an.

Obama rief die Wähler außerdem dazu auf, die Demokraten zu unterstützen. Die Wahl sei die „letzte große Chance“, zumindest einen Teil des „Unsinns dieser Regierung“ einzudämmen.

Der Auftritt fiel in eine angespannte Phase für die Demokraten in Michigan. El-Sayed hatte die Vorwahl knapp gewonnen und lag zuletzt nur wenige Prozentpunkte vor seinem republikanischen Herausforderer Mike Rogers. Was zunächst als sicherer Wahlsieg gegolten hatte, entwickelte sich damit zu einem umkämpften Rennen.

El-Sayed will als erster Muslim in den US-Senat einziehen. Rogers nutzt im Wahlkampf Vorwürfe über angebliche Verbindungen El-Sayeds zu radikalen muslimischen Organisationen. Obama stellte sich hinter den Kandidaten und verteidigte ihn gegen Angriffe auf dessen Namen und muslimischen Glauben.

Auch der Gaza-Krieg sorgt in der demokratischen Partei für Spannungen. Progressive Aktivisten verlangen eine klare Verurteilung der israelischen Kriegsführung. Das führt zu Konflikten mit jüdischen und moderaten Wählern. Für Teile der demokratischen Basis gehört der Konflikt neben den Lebenshaltungskosten zu den wichtigsten Themen.

El-Sayed kritisierte zudem Trumps „dummen Iran-Krieg“ und die wirtschaftlichen Folgen. Statt Bomben zu werfen, müsse Amerika seine Schulkinder unterstützen, sagte der Kandidat.

Rund 3000 Menschen bejubelten El-Sayed in der Schule. Vor der Veranstaltung bildete sich eine lange Warteschlange. Händler verkauften unter anderem Buttons, Poster und T-Shirts. Unter den demokratischen Wählern mischten sich Zuversicht und Wut auf Trump, insbesondere wegen des Iran-Kriegs und gestiegener Energiepreise.


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