Vom Serienstar zum Rap-Superstar: Drakes ungewöhnlicher Weg zum 40. Geburtstag

Der kanadische Musiker Drake feiert am 24. Oktober seinen 40. Geburtstag. Heute zählt er zu den prägendsten Künstlern der internationalen Rap-Szene. Seine Karriere begann jedoch nicht mit Musik, sondern als Schauspieler in einer kanadischen Jugendserie.

Drake wurde am 24. Oktober 1986 in Toronto als Aubrey Drake Graham geboren. „Drake“ ist daher kein erfundener Künstlername, sondern sein zweiter Vorname. Nach eigenen Angaben erhielt er ihn von seinem Vater. Als Schauspieler nutzte er zunächst seinen ersten Vornamen, für seine Musikkarriere entschied er sich später für Drake.

Ab 2001 spielte er in „Degrassi: The Next Generation“ die Rolle des Schülers Jimmy Brooks. Nach einem Schusswaffenangriff ist die Figur querschnittsgelähmt und sitzt im Rollstuhl. Drake war bis 2009 in mehr als hundert Folgen der Serie zu sehen. Ein Mitschüler hatte ihm den Kontakt zu einem Agenten vermittelt, dessen Vater nach neuen Talenten suchte.

Die Musik wurde Drake allerdings ebenfalls in die Wiege gelegt. Sein Vater Dennis Graham war Musiker und spielte unter anderem Schlagzeug für Jerry Lee Lewis. Auch sein Onkel Larry Graham, der als Bassist von Sly and the Family Stone bekannt wurde und mit Prince zusammenarbeitete, gehört zur Familie.

Zum Rappen fand Drake nach einer ungewöhnlichen Erfahrung. Sein Vater saß im Gefängnis und teilte sich dort seine Telefonzeit mit einem Mithäftling, der unter dem Namen „Poverty“ rappte. Dieser rappte dem damals etwa 16- oder 17-jährigen Drake am Telefon vor. Daraufhin begann Drake, eigene Texte zu schreiben und mit ihm zu rappen.

Seine ersten Mixtapes veröffentlichte Drake noch während seiner Zeit bei „Degrassi“. Auf „Room for Improvement“ aus dem Jahr 2006 folgte 2007 „Comeback Season“. 2009 brachte das dritte Mixtape „So Far Gone“ den Durchbruch. Das Werk wurde zunächst kostenlos über Drakes eigenen Blog veröffentlicht. Der darauf enthaltene Song „Best I Ever Had“ erreichte Platz zwei der US-Charts.

Eine wichtige Rolle spielte dabei Lil Wayne. Er holte Drake 2008 in sein Umfeld, nahm ihn mit auf Tour und nahm ihn 2009 bei Young Money Entertainment unter Vertrag. Lil Wayne riet ihm, eigene Gedanken und Gefühle möglichst ehrlich in seiner Musik zu verarbeiten.

Drakes erstes Studioalbum „Thank Me Later“ erschien 2010 und erreichte sofort Platz eins der US-Albumcharts. Für „Take Care“ aus dem Jahr 2011 erhielt er seinen ersten Grammy in der Kategorie „Best Rap Album“.

2012 gründete Drake gemeinsam mit Noah „40“ Shebib und Oliver El-Khatib das Plattenlabel OVO Sound. Der Name steht für „October’s Very Own“ und verweist auf seinen Geburtsmonat. Zu der Marke gehören außerdem eine Modelinie und das Musikfestival OVO Fest, das 2010 erstmals in Toronto stattfand.

Seine Heimatstadt ist bis heute ein wichtiger Teil von Drakes Identität. Toronto taucht regelmäßig in seinen Songs, Musikvideos und Projekten auf. Trotz seines internationalen Erfolgs blieb die kanadische Metropole damit eng mit seinem öffentlichen Bild und seiner musikalischen Laufbahn verbunden.


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