USA lockern einige Kanada-Zölle nach Druck aus den eigenen Reihen

Die USA haben einige Zölle auf Produkte aus Kanada angepasst. Vorausgegangen war Druck republikanischer Abgeordneter aus US-Bundesstaaten, die besonders unter den Handelsbeschränkungen leiden.

Die republikanische Senatorin Susan Collins aus Maine teilte mit, sie habe Ausnahmen für Waren erreicht, die für die Landwirtschaft ihres Bundesstaates wichtig sind. Dazu zählen Produkte für Blaubeer-, Kartoffel-, Apfel- und Algenproduzenten.

Der Zollkonflikt belastet vor allem grenznahe Bundesstaaten mit traditionell engen Verbindungen zu Kanada. Für viele Betriebe in Maine seien importierte Waren aus dem Nachbarland unerlässlich, erklärte Collins. Als Beispiel nannte sie spezielle Ernteboxen aus Kanada, auf die Wildheidelbeerzüchter angewiesen seien.

Collins tritt in Maine gegen den Demokraten Troy Jackson zur Wiederwahl an. Sie hatte sich zuvor ausdrücklich gegen die Kanada-Zölle von US-Präsident Donald Trump ausgesprochen.

Auch der republikanische Senatskandidat Mike Rogers aus Michigan hat sich von Trumps Zollpolitik distanziert und ein Ende des Handelskonflikts mit Kanada gefordert. Rogers tritt gegen den Demokraten Abdul El-Sayed an. Zwischen beiden wird ein knappes Rennen erwartet.

Bereits im September hatte die Trump-Regierung Zölle auf kanadische Produkte wie Streusalz und Zement aufgehoben. Gleichzeitig wurden damals andere Waren mit neuen Abgaben belegt. Ob es auch diesmal zu weiteren Änderungen bei den Zöllen kommt, ist zunächst unklar.

Kanada und die USA befinden sich seit dem Amtsantritt Trumps vor rund eineinhalb Jahren in einem Handelskonflikt. Dieser hatte sich zuletzt durch Zölle und Gegenzölle verschärft. Beide Länder sind von den Folgen betroffen. Für Kanada als deutlich kleinere und stark vom Handel mit den USA abhängige Volkswirtschaft sind die Auswirkungen jedoch besonders spürbar. Die Verhandlungen über eine Lösung lagen zuletzt auf Eis.


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