Selenskyj veröffentlicht Foto eines bei Drohnenangriff getöteten Mädchens

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am vergangenen Montag in sozialen Netzwerken das Foto eines toten Mädchens in einem Kinderwagen veröffentlicht. Das Kind war bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Park in der Region Charkiw getötet worden.

Nach Angaben Selenskyjs hieß das Mädchen Angelina, war etwas älter als ein Jahr und im August 2025 geboren. Auch ihre Mutter sowie vier weitere Menschen kamen bei dem Angriff ums Leben. Der Angriff ereignete sich in Nowa Wodolaha.

Das Bild zeigt zunächst eine vertraute Alltagsszene: ein kleines Kind in einem Kinderwagen. Erst auf den zweiten Blick wird sichtbar, dass das Mädchen tot ist. Gerade dieser Gegensatz macht die Aufnahme besonders verstörend.

Die Veröffentlichung löste die Frage aus, ob ein solches Foto die Grenzen einer angemessenen Berichterstattung überschreitet. Das Bild ist darauf angelegt, starke Gefühle auszulösen. Zugleich soll es die Aufmerksamkeit auf die zivilen Opfer des Krieges lenken.

Berichte über Tote und Zerstörung in der Ukraine erreichen im Westen nach Einschätzung des Beitrags immer weniger Menschen. Viele Meldungen über russische Luftangriffe werden nur noch begrenzt wahrgenommen. Der Krieg ist für viele außerhalb der Ukraine zu einer alltäglichen Nachricht geworden, während andere Themen näher am eigenen Leben liegen.

Der Angriff auf den Park in Nowa Wodolaha fand in deutschen Medien nur begrenzte Beachtung. Auch bei ntv.de wurde er lediglich in einem Eintrag im Ukraine-Ticker erwähnt.

Die Veröffentlichung erfolgte zudem in einer Phase, in der die weitere Unterstützung der Ukraine durch die USA unsicherer wird. Für Selenskyj ist es deshalb besonders wichtig, die Menschen im Westen zu erreichen.

Am selben Tag sagte Trump, Russland habe sich im Ukraine-Krieg „fine“ verhalten und „nicht viel gemacht“. Ukrainische Nutzer reagierten darauf in sozialen Netzwerken mit Collagen. Darin wurde das Zitat unter anderem mit dem Foto der getöteten Angelina, zerstörten Städten und weiteren Bildern von Opfern des Krieges verbunden.


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