Deutschlandticket light: Verkehrsminister Bilger unterstützt Check-in-Modell

Ein neues Modell soll Gelegenheitsfahrern den Zugang zu Bus und Bahn erleichtern: Fahrgäste checken sich per Smartphone ein und aus, anschließend wird automatisch der jeweils günstigste Tarif berechnet.

Die monatlichen Kosten sollen dabei gedeckelt werden. Nach einem ähnlichen Modell in Nordrhein-Westfalen würden Nutzer höchstens 63 Euro zahlen – so viel kostet derzeit das Deutschlandticket.

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger bewertet die Idee eines deutschlandweiten Angebots für Menschen, die öffentliche Verkehrsmittel nur gelegentlich nutzen, positiv. Ein einfacher Zugang zu Bus und Bahn sei wichtig, sagte der CDU-Politiker dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Das „Deutschlandticket für Gelegenheitsfahrer“ sei eine spannende Idee.

Bei dem geplanten „Deutschlandticket light“ würden die Fahrten über eine App registriert. Am Monatsende soll das System auf Grundlage der tatsächlich unternommenen Fahrten den günstigsten Tarif ermitteln. Für Nutzer, die nur selten unterwegs sind, könnte sich dadurch ein günstigerer Preis als beim regulären Deutschlandticket ergeben.

Nordrhein-Westfalen und Hamburg wollten den Vorschlag bei der Verkehrsministerkonferenz zur Beratung einbringen. Die Verkehrsminister der Länder nahmen den Vorstoß bei ihrer jüngsten Konferenz jedoch zunächst von der Tagesordnung.

Bilger zufolge wurde das Thema nicht endgültig beendet, sondern lediglich auf die nächste Verkehrsministerkonferenz vertagt. Das Bundesverkehrsministerium beobachte die weitere Entwicklung mit Interesse. Vor einer Umsetzung müssten noch Fragen zu den finanziellen Auswirkungen und zur konkreten Ausgestaltung geklärt werden.

Unterstützung kommt vom Fahrgastverband Pro Bahn. Auch Menschen, die Bus und Bahn nur selten nutzen, sollten von günstigeren Preisen profitieren können, erklärte der Verband. Dadurch könnten sie zudem zum Umstieg vom Auto bewegt werden.

Das Deutschlandticket war vor drei Jahren gestartet und ist weiterhin beliebt. Gleichzeitig gibt es an seiner Ausgestaltung und Finanzierung Debatten.


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