Tobias Rausch erwägt Rückzug als AfD-Generalsekretär

Tobias Rausch ist bereit, sein Amt als Generalsekretär der AfD in Sachsen-Anhalt aufzugeben. Der 35-Jährige sagte dem MDR, er könne sich diesen Schritt vorstellen. Voraussetzung sei jedoch, dass seine Nachfolge ordnungsgemäß geregelt werde.

Rausch bekleidet derzeit zwei politische Ämter. Nach seiner Wahl zum Präsidenten des Landtags von Sachsen-Anhalt ist er zugleich weiterhin Generalsekretär des AfD-Landesverbands.

„Ich habe gelernt, dass ich immer auch ein Stück weit als Landtagspräsident wahrgenommen werde“, sagte Rausch dem MDR. Er habe bereits seine Bereitschaft signalisiert, den Posten als Generalsekretär abzugeben.

Rausch war am 6. Oktober in Magdeburg im ersten Wahlgang zum Landtagspräsidenten gewählt worden. Damit stellt die AfD erstmals in Deutschland einen Parlamentspräsidenten.

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hatte die AfD einen Monat zuvor 43,8 Prozent der Stimmen erhalten. Eine absolute Mehrheit verfehlte die Partei jedoch. Eine neue Landesregierung wurde bislang nicht gebildet.

Die übrigen Parteien wollen nach den vorliegenden Angaben keine Koalition mit der AfD eingehen. Rausch gehört dem Landtag bereits seit 2016 an.

Der gelernte Immobilienkaufmann war von seiner Fraktion einstimmig als Kandidat für das Amt des Landtagspräsidenten aufgestellt worden. Vor seiner Wahl hatte er sich selbst als pragmatisch bezeichnet und erklärt, unterschiedliche Interessenlagen zusammenführen zu können.


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