BFU-Bericht: Flugzeug zerbrach vor Absturz über Limburgerhof in der Luft

Ein historisches Propellerflugzeug ist im Mai über einem Wohngebiet in Limburgerhof in der Luft zerbrochen und anschließend abgestürzt. Zwei erfahrene Piloten im Alter von 60 und 66 Jahren kamen dabei ums Leben. Das geht aus einem Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hervor.

Eine Explosion an Bord schließt die BFU dem Bericht zufolge aus. Warum die Maschine während des Fluges auseinanderbrach, ist weiterhin unklar. Der Untersuchungsbericht dient nach Angaben der Behörde dazu, künftige Unfälle zu vermeiden, nicht aber der Klärung von Schuld- oder Haftungsfragen.

Bei dem Flug handelte es sich um eine Überführung. Die Piloten waren mit dem Oldtimer vom Typ North American T-28A Trojan um 10.41 Uhr in Aachen-Merzbrück gestartet. Ziel war Oberpfaffenhofen bei München, wo das Flugzeug künftig stationiert werden sollte.

Der 66-Jährige hatte die Propellermaschine nach ihrer Restaurierung im Dezember 2025 gekauft. Der 60-Jährige war als angestellter Pilot für ihn tätig und hatte vor dem Unglücksflug bereits sieben Starts und Landungen mit dem Flugzeug absolviert. Am Unfalltag saß der jüngere Pilot auf dem hinteren Sitz, der 66-Jährige vorne.

Um 11.26 Uhr registrierte das Radar über Limburgerhof eine Rechtskurve. Dabei sank die Flughöhe, während die Geschwindigkeit auf umgerechnet 444 Kilometer pro Stunde stieg. Zeugen im Raum Ludwigshafen und Limburgerhof berichteten zur gleichen Zeit von einem lauten, explosionsartigen Geräusch.

Nach den Beobachtungen von Augenzeugen fielen zahlreiche Trümmer aus dem von Wolken bedeckten Himmel. Teile der Maschine landeten in Häusern, Zäunen, Gärten und auf der Straße. Das Trümmerfeld erstreckte sich laut Bericht über rund 400 mal 200 Meter.

Der vordere Teil des Flugzeugs mit dem Motor riss hinter dem vorderen Sitz ab. Auch die Tragflächen zerbrachen, zudem wurde die Kraftstoffleitung zum Motor getrennt. Unter dem Motor stellte die BFU leichte Brandspuren fest. Eine Explosion wurde dennoch nicht festgestellt.

Die Leiche des 66-Jährigen wurde zusammen mit dem vorderen Sitz im Dachstuhl eines Einfamilienhauses gefunden. Der Rumpf der Maschine kam etwa 60 Meter entfernt zum Liegen. Der zweite Pilot saß noch angeschnallt auf dem hinteren Sitz. Die Fallschirme beider Männer waren ungeöffnet.

Zum Unfallzeitpunkt war das Wetter in Limburgerhof schlecht. Kurz zuvor hatte es stark geregnet, außerdem lagen dichte Wolken über der Gemeinde. Die Piloten hatten laut BFU zwar erwogen, den Flug zu verschieben, traten ihn dann jedoch an. Einen Zusammenhang zwischen dem Wetter und dem Absturz stellt der Zwischenbericht nicht her. Weitere Menschen wurden bei dem Unglück nicht verletzt.


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