„The Voice of Germany“: Jessica lehnt „Ave Maria“ ab und bleibt im Team

Bei „The Voice of Germany“ hat das Talent Jessica den Song „Ave Maria“ aus religiösen Gründen abgelehnt. Ihre Coachin Shirin David ließ sie dennoch im Wettbewerb und fand eine ungewöhnliche Lösung für das Battle.

Im Team von Shirin David sollten der Tenor Henk und die 20-jährige Jessica die Arie „Ave Maria“ einstudieren. Jessica wollte das Stück jedoch nicht singen. Sie begründete ihre Entscheidung damit, dass es sich um ein katholisches Lied und ein Gebet an Maria handle. Als evangelische Christin bete sie nur Jesus Christus an, erklärte sie.

Auch einen nicht christlichen Song wollte Jessica nicht auswählen. Am liebsten wäre ihr ein Lied gewesen, in dem es grundsätzlich um Gott gehe. Ihr Duett-Partner Henk entgegnete, er wolle Musiker und kein Prediger sein.

Beim ersten Coaching erfuhr Shirin David von dem Konflikt. Die Coachin zeigte sich überrascht und erklärte, sie müsse die Situation zunächst einordnen. Zugleich blieb wenig Zeit bis zu den Battles. Ihr Team könne sie nicht mehr umstellen, sagte sie.

Statt beide Talente gemeinsam auftreten zu lassen, entschied sich Shirin David für zwei getrennte Auftritte. Henk sang „The Sound of Silence“ von Simon & Garfunkel. Jessica trat mit „Gratitude“ von Brandon Lake auf. Eine solche Lösung hatte es in der TV-Show zuvor noch nicht gegeben.

Der Plan ging auf: Beide Talente überzeugten laut der Sendung bei ihren Auftritten. Shirin David zeigte sich stolz und berichtete von Gänsehaut. Am Ende nahm sie sowohl Henk als auch Jessica mit in die nächste Runde.

Bei den anderen Coaches stieß das Vorgehen allerdings auf unterschiedliche Reaktionen. Michi Beck kritisierte, dass bei früheren Battles ebenfalls ein anderer Song gefunden worden sei, wenn sich ein Talent mit einem Lied nicht wohlgefühlt habe. Nico Santos bedauerte, dass der Glaube die Menschen in diesem Fall nicht zusammengebracht habe.


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