Das US-Justizministerium hat den Bundesstaat Alaska wegen zweier republikanischer Senatskandidaten mit nahezu identischem Namen verklagt. Nach Darstellung der US-Regierung besteht die Gefahr, dass Wähler Dan S. Sullivan und Dan J. Sullivan verwechseln.
Im Mittelpunkt steht der amtierende Senator Dan S. Sullivan, der Alaska seit 2015 in Washington vertritt. Sein Namensvetter Dan J. Sullivan tritt ebenfalls für die Republikaner an. Außerdem bewirbt sich die Demokratin Mary Peltola um den Senatssitz.
Für den Fall, dass der Amtsinhaber die Wahl verliert, fordert das Justizministerium eine Untersuchung. Dabei soll geklärt werden, ob Dan S. Sullivan ohne den nahezu namensgleichen Konkurrenten mehr Stimmen erhalten hätte. Damit solle die Integrität der Senatswahl 2026 in Alaska geschützt werden.
Das Ministerium wirft dem Herausforderer vor, seine Kandidatur diene ausschließlich dazu, den Wahlkampf von Mary Peltola zu unterstützen und die Stimmenzahl des amtierenden Senators zu verringern. Dan J. Sullivan soll erst kurz vor der Bekanntgabe seiner Kandidatur den Republikanern beigetreten sein. Zudem habe er den Namen in der verwendeten Kurzform beantragt, obwohl er ihn zuvor nie genutzt habe.
US-Präsident Donald Trump bestätigte den Vorgang. Nach seinen Angaben habe er das Justizministerium zu dem Schritt aufgefordert. Trump bezeichnete Dan J. Sullivan als Teil einer Strategie der Demokraten, die eine Wiederwahl des republikanischen Amtsinhabers verhindern solle.
Die Namensähnlichkeit war bereits zuvor Gegenstand eines Rechtsstreits. Die Wahlleiterin Alaskas hatte versucht, Dan J. Sullivan vom Stimmzettel streichen zu lassen. Der Oberste Gerichtshof des Bundesstaates entschied jedoch, dass er rechtmäßig antreten dürfe.
Bei den US-Kongresswahlen am 3. November werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat neu vergeben. Über Dan J. Sullivan ist nur wenig bekannt. Anders als die übrigen Kandidaten hat der 69-Jährige keine Wahlkampfauftritte absolviert.

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