Laschet mahnt Selenskyj zu Zurückhaltung im Umgang mit Trump

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In der Sendung „Maybrit Illner“ haben Armin Laschet und Michael Mittermeier über den Krieg in der Ukraine und die Rolle der USA diskutiert. Beide waren sich einig, dass Europa die Vereinigten Staaten in den diplomatischen Prozess einbinden müsse. Beim Umgang mit US-Präsident Donald Trump vertraten sie jedoch unterschiedliche Akzente.

Mittermeier kritisierte Trump scharf. Dieser wolle mit Wladimir Putin und den „großen Jungs“ Geschäfte machen, sagte der Comedian. Menschen wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seien Trump lästig. Mittermeier warf dem US-Präsidenten außerdem vor, die Ukraine im Stich zu lassen und den Krieg für innenpolitische Zwecke zu nutzen.

Laschet äußerte sich diplomatischer. Es komme darauf an, die Interessen der Ukraine in die Verhandlungen einzubringen. Zugleich sei es die tägliche politische Aufgabe, Trump in Europa engagiert zu halten.

Mit Blick auf Selenskyjs aktuelle Kritik an Trump stellte Laschet die Frage, ob es besonders geschickt sei, in amerikanischen Medien Aussagen zu machen, von denen bekannt sei, dass der US-Präsident darauf empfindlich reagiere. Da sowohl die Europäer als auch Selenskyj von der Unterstützung Trumps abhingen, sei ein solches Vorgehen „alles nicht klug“.

Mittermeier widersprach dem politischen Ansatz. Er reagierte empört auf Trumps Aussage, Selenskyj sei für den Krieg verantwortlich und hätte ihn längst beenden können. Der Comedian bezeichnete diese Darstellung als „schäbig“ und warnte, Trump bleibe gefährlich.

Laschet erklärte, er teile Mittermeiers Beschreibung zwar, entscheidend sei aber die politische Konsequenz daraus. Auch nach den Wahlen werde Trump weiterhin eine prägende Figur in den diplomatischen Verhandlungen sein. Deshalb müsse Europa seine Positionen in den Prozess einbringen, anstatt lediglich die US-Politik zu kritisieren.

Zum Ende der Sendung betonte Mittermeier, mit Putin gebe es keinen Frieden. Europa müsse Stärke zeigen. Laschet verwies auf Fortschritte bei der europäischen Verteidigung und äußerte sich zuversichtlich, dass Europa die Auseinandersetzung bestehen könne. Solange Europa diese Stärke noch nicht vollständig erreicht habe, müsse man die USA jedoch eingebunden halten.


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