Erdbeben in Tibet: Mindestens 16 Tote und 46 Verletzte

Ein schweres Erdbeben hat die Autonome Region Tibet in China erschüttert. Mindestens 16 Menschen kamen ums Leben, 46 weitere wurden verletzt. Elf Verletzte befanden sich nach Angaben der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua in kritischem Zustand.

Durch die Erschütterungen stürzten nach Angaben von Xinhua mehr als 300 Häuser ein. Das Beben hatte eine Stärke von 7,0 und ereignete sich rund 180 Kilometer nordöstlich der Stadt Nagqu. Das Epizentrum lag in einer Tiefe von zehn Kilometern.

Das Beben trat im Kreis Baqing auf, der zur Stadt Nagqu gehört. Nach Angaben des US-Geologischen Dienstes (USGS) und der chinesischen Erdbeben-Beobachtungsstelle CENC ereignete es sich um 16.33 Uhr MESZ, beziehungsweise um 22.33 Uhr Ortszeit.

Seit dem Hauptbeben wurden in der Region mehrere Nachbeben registriert. Die Gegend um Nagqu ist dünn besiedelt. Das Gebiet nahe dem Epizentrum liegt laut Xinhua durchschnittlich auf einer Höhe von 4.800 Metern. Die tibetische Hauptstadt Lhasa befindet sich etwa 400 Kilometer südwestlich.

Für die Rettungsmaßnahmen wurden mehr als 1.600 Menschen aus dem örtlichen Landkreis eingesetzt. In der betroffenen Region trafen zudem Hilfsgüter ein. Dazu gehörten 1.000 Fertighäuser, rund 3.000 Zelte und Klappbetten sowie Taschenlampen und Winterkleidung.

Nach Angaben chinesischer Staatsmedien war das Beben mit einer Stärke von 7,0 das stärkste in China in diesem Jahr. Zugleich galt es als das stärkste Erdbeben in der Region seit fünf Jahren.

In China kommt es immer wieder zu schweren Erdbeben. Bei einem Beben im ländlichen Kreis Tingri in Tibet waren im Januar 2025 mindestens 126 Menschen ums Leben gekommen.


Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert