Das Kehlsteinhaus oberhalb von Berchtesgaden steht in Flammen. Der Brand brach am Freitagabend aus. Der Feuerschein war noch aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen.
Kurz nach 21 Uhr ging der Alarm ein. Feuerwehr und Polizei machten sich auf den Weg zum Kehlstein. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand das Gebäude nach Angaben der Polizei bereits in Vollbrand.
Die Feuerwehr war mit einem Großeinsatz beschäftigt und kämpfte gegen die Flammen. Ob das historische Gebäude noch gerettet werden kann, war am späten Abend unklar. Die Löscharbeiten liefen weiter.
Die Polizei geht dem Verdacht einer Brandstiftung nach. Auf dem Weg zum Einsatzort kam den Beamten nach Angaben eines Polizeisprechers ein Motorradfahrer entgegen. Die Polizisten informierten die dahinterfahrenden Feuerwehrkräfte. Der Mann wurde gestoppt und festgenommen.
Ob der Motorradfahrer tatsächlich mit dem Feuer in Verbindung steht, ist bislang nicht geklärt. Auch die genaue Brandursache war zunächst offen.
Nach bisherigen Erkenntnissen hielt sich zum Zeitpunkt des Brandes niemand im Kehlsteinhaus auf. Laut Polizei wurde zunächst nicht von Verletzten ausgegangen.
Das Kehlsteinhaus liegt auf 1834 Metern Höhe über Berchtesgaden und zählt zu den bekanntesten Ausflugszielen der Region. Es wurde 1937 und 1938 als repräsentatives Teehaus für Adolf Hitler errichtet, der das Gebäude allerdings nur selten nutzte.
Das Bauwerk sollte auch ausländische Gäste und Diplomaten beeindrucken. Den Zweiten Weltkrieg überstand es weitgehend unversehrt. Seit 1952 wird das Kehlsteinhaus als Berggaststätte genutzt.
Heute gehört das Gebäude dem Freistaat Bayern. Eine Ausstellung informiert an dem historischen Ort über seine NS-Geschichte.

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