Dänemark beendet Nerzzucht spätestens 2029

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Dänemark wird keine Ausnahmegenehmigung der Europäischen Union für die weitere Nerzzucht beantragen. Damit soll die Zucht der Tiere zur Gewinnung von Pelzen spätestens am 7. August 2029 enden.

Grundlage ist eine EU-Verordnung, die den amerikanischen Nerz als invasive Art einstuft und seine Zucht in Europa verbietet. Das Verbot tritt am 7. August 2027 in Kraft. Anschließend gilt eine Übergangsfrist von zwei Jahren.

Die dänische Regierung hatte im vergangenen Sommer noch gegen die Verordnung gestimmt. Zuvor hatte die dänische Umweltschutzbehörde angekündigt, einen Antrag auf ein Sonderprogramm prüfen zu wollen. Dieses hätte den weiteren Betrieb der Nerzfarmen ermöglicht.

Nun begründet die Regierung ihre Entscheidung mit dem EU-Beschluss. Dänemark solle sich dem Verbot nicht widersetzen, heißt es. Der zuständige Tierschutzminister Christian Rabjerg Madsen erklärte zudem, ein Unternehmen müsse nicht allein deshalb fortgeführt werden, weil es schon lange bestehe. Es müsse auch für Gesellschaft, Wirtschaft und Tiere sinnvoll sein.

Dänemark war lange Zeit der weltweit größte Produzent von Nerzpelzen. Vor der Coronapandemie gab es in dem skandinavischen Land rund 800 Betriebe mit Nerzzucht.

Im Jahr 2020 befürchteten die Behörden eine Verbreitung von Virusmutationen durch die Tiere. Daraufhin wurde beschlossen, bis zu 17 Millionen Nerze zu töten. Später wurde die Zucht wieder erlaubt, aber nur sieben Betriebe nahmen sie erneut auf.

Für diese Betriebe endet die Möglichkeit zur Nerzzucht nun aufgrund der EU-Regelung. Mit dem Verzicht auf eine Ausnahmegenehmigung stellt sich die dänische Regierung hinter das geplante Verbot.


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