Russland und Ukraine bringen jeweils 270 Gefangene zurück

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Russland und die Ukraine haben erneut Gefangene ausgetauscht. Beide Seiten übergaben jeweils 270 Personen an ihre Heimatländer. Der Austausch war bereits vor mehreren Monaten vereinbart worden.

Nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur TASS, die sich auf das Verteidigungsministerium in Moskau berief, wurden jeweils 270 Soldaten freigelassen. Zudem tauschten Russland und die Ukraine die Leichen von Soldaten aus.

Auch die ukrainische Regierung bestätigte die Vereinbarung. Unter den Menschen, die in die Ukraine zurückkehrten, waren nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj neun Zivilisten. Die meisten der freigelassenen Militärangehörigen befanden sich seit 2022 in Gefangenschaft.

Unter den ukrainischen Rückkehrern sollen außerdem fünf Menschen sein, die zuvor für tot gehalten worden waren. Sie waren Insassen des russischen Gefangenenlagers in Oleniwka. Dort starben 2022 nach einer Explosion zahlreiche Gefangene. Die Ukraine macht Russland dafür verantwortlich. Die genauen Umstände sind bislang nicht geklärt.

Die freigelassenen russischen Soldaten wurden zunächst nach Belarus gebracht. Dort sollen sie medizinisch und psychologisch betreut werden. Anschließend ist geplant, die Militärangehörigen nach Russland zu bringen. Dort sollen sie in medizinischen Einrichtungen des russischen Verteidigungsministeriums weiterbehandelt werden.

Nach Angaben des ukrainischen Koordinierungsstabs für die Behandlung von Kriegsgefangenen war der Austausch bereits seit längerer Zeit vereinbart. Seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine im Februar 2022 wurden bereits Tausende Gefangene ausgetauscht.

Die letzte großangelegte Aktion fand am 19. August statt. Damals kehrten 103 Ukrainer aus russischer Gefangenschaft zurück. Weitere zehn Menschen wurden später im August freigelassen.


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