Berliner Polizei setzt Personenschutz-Kommando an US-Botschaft neu ein

Die Berliner Polizei hat ein Personenschutz-Kommando aufgelöst, das an der US-Botschaft in Berlin eingesetzt war. Hintergrund sind Vorwürfe, die Beamten hätten während ihres Dienstes Alkohol konsumiert.

Ein Polizeisprecher bestätigte, dass dienstrechtliche Maßnahmen eingeleitet wurden. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung über den Fall berichtet.

Die betroffenen Polizisten wurden nach Angaben der Polizei auf andere Bereiche des Personenschutzes verteilt. Der Schutz der betreffenden Person werde vorübergehend von einem anderen Kommando übernommen.

Die Vorwürfe beziehen sich laut dem Medienbericht auf einen möglichen gemeinsamen Alkoholkonsum während des Dienstes in der US-Botschaft. Die US-Botschaft äußerte sich dazu bislang nicht.

Die Berliner Polizei teilte mit, der Sachverhalt werde derzeit dienstrechtlich geprüft. Alkohol sei im Dienst grundsätzlich allen Polizeikräften in Berlin untersagt. Ein entsprechendes Verhalten könne dienstrechtliche und arbeitsrechtliche Konsequenzen haben.

Wegen der laufenden Prüfung machte die Behörde zunächst keine weiteren Angaben.

Besonders brisant ist der Fall, weil die Beamten für den Schutz von Alan Meltzer zuständig gewesen sein sollen. Meltzer ist der ranghöchste US-Diplomat in Deutschland und leitet als Geschäftsträger derzeit die diplomatische Vertretung in Berlin. Nach dem Bericht soll er die Personenschützer zu einem gemeinsamen Alkoholkonsum aufgefordert haben. Die Beamten sollen dieser Aufforderung nachgekommen sein.

Für den Schutz Meltzers sind den Angaben zufolge mehr als zehn Elite-Polizisten verantwortlich. Der Posten des US-Botschafters in Berlin ist derzeit unbesetzt. Die frühere Botschafterin Amy Gutmann verließ Deutschland im Juli 2024 aus privaten Gründen.


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