Influencer Clavicular weist Vergewaltigungsvorwurf vor Gericht zurück

Der unter dem Namen Clavicular bekannte Influencer Braden Peters hat in einem Verfahren im US-Bundesstaat Massachusetts auf nicht schuldig plädiert. Ihm wird unter anderem die Vergewaltigung einer 17-Jährigen vorgeworfen.

Peters, der als »Looksmaxxing«-Influencer bekannt ist, wies die Vorwürfe durch seine Anwälte vor einem Gericht in Orleans zurück. Nach seiner Darstellung sei der sexuelle Kontakt einvernehmlich gewesen.

Ein Anwalt erklärte in einer Stellungnahme, Peters und die Anzeigeerstatterin hätten fast ein Jahr lang in einer beruflichen und persönlichen Beziehung gestanden. Peters stimmte den Angaben zufolge außerdem einer Kaution von 10.000 US-Dollar zu. Zudem gab er seinen Reisepass ab und verpflichtete sich, keine Onlinebeiträge über die mutmaßlich Betroffene zu veröffentlichen.

Die Anklage umfasst neben dem Vorwurf der Vergewaltigung auch die Verabreichung einer Substanz zum Zweck des Geschlechtsverkehrs sowie die Beschaffung von Alkohol für eine Person unter 21 Jahren. Im Mittelpunkt steht ein mutmaßlicher Vorfall vom 23. Mai 2025.

Die Anzeigeerstatterin sagte der Polizei, Peters habe sie dafür bezahlt, in »Looksmaxxing«-Videos mitzuwirken, die er online streamte. Als mutmaßlicher Tatort wird das Haus der Familie Peters auf Morris Island genannt.

Die damals 17-Jährige berichtete, sie habe zwei oder drei Gläser Wodka getrunken und sich zunehmend betrunken gefühlt. Ein Beamter, der Ausschnitte aus einem Livestream gesehen hatte, gab an, dass sie zu Peters gesagt habe: »Warte mal, ich bin so betrunken.« Peters habe darauf mit »Ist schon okay« geantwortet. Anschließend hätten sich beide geküsst.

Nach dem Ende des Livestreams gingen die Teenagerin und Peters ihren Angaben zufolge in sein Schlafzimmer. Am nächsten Morgen sei sie aufgewacht, als Peters sie vergewaltigte.

Unter seinem Pseudonym gilt Peters als Gesicht des »Looksmaxxing«-Trends. Dabei geht es um die Maximierung der eigenen körperlichen Attraktivität. Peters überträgt seine Aktivitäten häufig per Livestream und zeigt sich dabei unter anderem auf Partys und in Clubs im Gespräch mit Frauen. Seine größte Fangemeinde hat er auf TikTok, Instagram und dem Streamingportal Kick.

In der »Looksmaxxing«-Szene gibt es laut den vorliegenden Angaben auch extreme Praktiken wie sogenannte Crystal-Meth-Diäten und Knochenbrüche. Die US-Regierung bezieht sich inzwischen auf die als hypermännlich und misogyn beschriebene Szene.


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