Ob die Formel 1 ihre letzten beiden Saisonrennen in Katar und Abu Dhabi austragen kann, ist derzeit unklar. Nach Informationen der „Bild“ hängt die Entscheidung auch von der weiteren Entwicklung im Nahost-Konflikt und der Haltung der USA ab.
Der Große Preis der Vereinigten Staaten in Austin ist als 18. Saisonrennen angesetzt. Danach sollen am 29. November Katar und am 6. Dezember Abu Dhabi folgen. Im Fahrerlager gibt es laut dem Bericht derzeit jedoch keine Gewissheit darüber, ob beide Rennen stattfinden können.
Hintergrund ist die angespannte Sicherheitslage in der Golfregion. In dem Bericht ist von Raketenangriffen zwischen dem Iran und mehreren Staaten die Rede. Zu den genannten Ländern gehören Saudi-Arabien, Bahrain, Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Auch die Rolle der USA wird als entscheidend beschrieben. Präsident Donald Trump soll seine Aktivitäten in der Region zuletzt zurückgefahren haben. Als möglicher Grund werden die bevorstehenden Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten genannt. Bei den sogenannten Midterms werden das Repräsentantenhaus und etwa ein Drittel des Senats neu gewählt.
Nach Angaben der „Bild“ bereiten die USA zudem den Abzug ihres Personals aus Botschaften in Saudi-Arabien und weiteren Staaten der Region vor. Gleichzeitig sei bereits ein dritter US-Flugzeugträger in das Gebiet beordert worden.
Für die Formel 1 steht nach dem Bericht vor allem die Sicherheit von Fahrern, Teams und Fans im Mittelpunkt. Sollte auch nur eine Rakete abgefeuert werden und die Sicherheitslage nicht mehr gewährleistet sein, müssten die Rennen in Katar und Abu Dhabi abgesagt werden.
Eine sofortige Absage vermeidet die Rennserie dem Bericht zufolge bislang auch aus finanziellen Gründen. Durch den Ausfall der beiden Wüstenrennen könnten mindestens 160 Millionen Euro Einnahmen verloren gehen. Einen Ersatzplan gibt es bereits: Sollte das Saisonfinale im Nahen Osten ausfallen, soll es in Imola in Italien stattfinden.

Schreibe einen Kommentar