„Independent“-Reporter darf nach Trump-Konfrontation offenbar nicht mitfliegen

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Der britische „Independent“ berichtet, dass sein Reporter Andrew Feinberg nach einer Auseinandersetzung mit US-Präsident Donald Trump keinen Zugang mehr zu dessen Pressepool erhalten habe. Eine zugesagte Mitreise zu einem Wahlkampftermin in Iowa sei ihm verweigert worden.

Nach Angaben der Zeitung wurde Feinberg am späten Mittwochabend darüber informiert, dass er am Donnerstag nicht mit der Maschine des Präsidenten reisen dürfe. Einen Grund nannte das Pressebüro des Weißen Hauses demnach nicht. Der einzige Kommentar habe gelautet: „Danke für Ihr Verständnis“.

Auslöser war eine Pressekonferenz im Oval Office am Tag zuvor. Feinberg fragte Trump nach den Plänen für ein Whistleblower-Programm. Nach den Worten des Präsidenten sollen Menschen, die Betrug bei Bundesprogrammen aufdecken, ein Prozent der aufgedeckten Summe als Belohnung erhalten.

Der Reporter verwies darauf, dass der False Claims Act von 1863 bereits eine umfassendere Regelung vorsehe. Danach könnten Whistleblower bis zu 25 Prozent der Summe erhalten, die die Regierung zurückgewinnt. Feinberg wollte von Trump wissen, warum sich Hinweisgeber mit einem Prozent zufriedengeben sollten.

Trump antwortete, es gehe um viel Geld. Die Rede sei schließlich von Milliarden oder sogar Billionen Dollar. Vizepräsident JD Vance bezeichnete Feinbergs Frage anschließend als „fundamental unehrlich“ und verteidigte das geplante Programm.

Trump fragte den Reporter danach, wer er sei. Rund zehn Minuten später eskalierte die Situation erneut. Als Feinberg zu sprechen begann, sagte der Präsident: „Ich weiß nicht, wer zum Teufel Sie sind, aber Sie sollten vorsichtig sein.“ Wenige Minuten später herrschte Trump ihn mit dem Wort „Ruhe!“ an und sagte: „Was ist los mit Ihnen? Sie sind eine kranke Person.“

Nach dem Treffen wurde Feinberg zudem auf dem X-Account „Rapid Response 47“ beleidigt. Der Reporter wurde dort als „mongoloider Idiot“ bezeichnet. Der Account ist offiziell dem Weißen Haus zugeordnet und für extrem formulierte Kommentare bekannt.


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