In Griechenland haben Gewerkschaften sowie Schüler- und Studentenvertretungen für Mittwoch zu landesweiten Demonstrationen und Streiks aufgerufen. In Athen sollen Medienberichten zufolge 3000 Polizisten im Einsatz sein.
Die Sicherheitskräfte sollen Ausschreitungen verhindern, wie sie zuletzt bei Protesten in mehreren europäischen Städten aufgetreten sind. Dort waren Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Probleme in der Bildungspolitik teilweise in Gewalt umgeschlagen.
Bereits am Dienstag bauten Schüler und Studierende auf dem Syntagma-Platz vor dem griechischen Parlament in Athen symbolisch Zelte auf. Ihr Protest richtet sich gegen die hohen Kosten für den Lebensunterhalt und die Bildung.
Zu den Forderungen gehören niedrigere Mieten, höhere Wohnbeihilfen und mehr Studentenwohnheime. Außerdem verlangen die Protestierenden zusätzliche Stellen für Lehrende.
Auch im öffentlichen Dienst sind Arbeitsniederlegungen geplant. Dazu hat der Gewerkschaftsdachverband Adedy aufgerufen. Die Gewerkschafter wollen nach eigenen Angaben Solidarität mit den Bildungsprotesten zeigen.
Darüber hinaus soll Beschäftigten, darunter Eltern, durch die Arbeitsniederlegungen die Teilnahme an Demonstrationen und Kundgebungen ermöglicht werden.
Proteste gegen steigende Lebenshaltungskosten und Probleme in der Bildungspolitik gibt es derzeit auch in Frankreich, Italien und weiteren Ländern. An den dortigen Demonstrationen hatten sich am Samstag Hunderttausende Menschen beteiligt, zumeist friedlich.
Am Rande dieser Proteste kam es jedoch zu schweren Ausschreitungen und Gewalt. In Frankreich wurden mehr als 1000 Menschen festgenommen. Die französische Regierung macht dafür vor allem Linksextremisten verantwortlich.

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