Die Eigentümer von Manchester City könnten im Zusammenhang mit den Vorwürfen zu Verstößen gegen Finanzregeln zum Verkauf des englischen Spitzenklubs gezwungen werden. Diese Möglichkeit erklärte David Kogan, Vorsitzender der Regulierungs- und Aufsichtsbehörde IFR, im Podcast „The Rest is Football“.
Die IFR ist für den Schutz und die Nachhaltigkeit im englischen Fußball zuständig. Nach den Worten Kogans verfügt die Behörde über die Befugnis, Eigentümer zum Rückzug aus einem Klub aufzufordern, wenn dieser ihrer Einschätzung nach ungeeignet, unfair oder nicht mit der erforderlichen Korrektheit geführt wird.
Auf Nachfrage verneinte Kogan, dass sich Klubbesitzer einer solchen Aufforderung der Behörde widersetzen könnten. Ein erzwungener Verkauf war vor seinen Aussagen kein Bestandteil der Debatte über mögliche Konsequenzen für Manchester City.
Der Klub steht seit Jahren im Verdacht, zahlreiche Finanzregeln auf nationaler und internationaler Ebene missachtet zu haben. Ende September sprach die englische Premier League Manchester City schuldig, zwischen 2009 und 2018 in rund 100 Fällen massiv gegen Finanzvorschriften verstoßen zu haben.
Manchester City weist sämtliche Vorwürfe zurück. Der Verein legte gegen den Beschluss der Liga fristgerecht Einspruch ein. Eine endgültige Entscheidung in dem Verfahren liegt nach den vorliegenden Angaben nicht vor.
Als mögliche Sanktionen gelten derzeit hohe Geldstrafen, ein Punktabzug oder sogar ein Zwangsabstieg. Ein erzwungener Verkauf des Klubs war bislang nicht als mögliche Folge genannt worden.
Manchester City gehört Scheich Mansour bin Zayed al-Nahyan aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Er kaufte die „Skyblues“ 2008 für umgerechnet rund 200 Millionen Euro. Nach 18 Jahren und Transferausgaben von rund zwei Milliarden Euro schätzte das Forbes-Magazin den Wert des Klubs im vergangenen Sommer auf 4,9 Milliarden Euro.

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