Ebola-Fall in Nigeria bestätigt: 44 Kontakte werden erfasst

Nigeria hat den ersten bestätigten Ebola-Fall des Landes gemeldet. Eine Frau wird in der Hauptstadt Abuja isoliert und medizinisch behandelt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums war sie zuvor mit dem Flugzeug aus Uganda eingereist.

Die Patientin war mehrere Tage in einem Privatkrankenhaus im Gebiet der Hauptstadt behandelt worden. Laboruntersuchungen ergaben, dass sie sich mit dem Ebola-Virus des Bundibugyo-Stammes infiziert hat.

Die Behörden haben begonnen, Personen zu ermitteln, die mit der Frau Kontakt hatten. Bisher wurden 44 Kontaktpersonen identifiziert. Dazu zählen medizinisches Personal, andere Patienten, Pflegekräfte und Menschen, die mit der Patientin gereist sein sollen.

Die Regierung forderte alle öffentlichen und privaten Gesundheitseinrichtungen in Nigeria zu „höchster Wachsamkeit“ auf. Das westafrikanische Land ist mit rund 220 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Afrikas.

Mit Nigeria sind inzwischen vier afrikanische Länder von Fällen der Bundibugyo-Variante betroffen. Der aktuelle Ebola-Ausbruch hatte Mitte Mai in der Demokratischen Republik Kongo begonnen.

Für den Kongo wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde bislang 9.552 Fälle und 4.602 Todesfälle registriert. In Kenia sind derzeit acht Ebola-Fälle bekannt, darunter ein Todesfall.

Auch in Uganda waren insgesamt 20 bestätigte Fälle gemeldet worden. Sie wurden auf einen Patienten aus dem Kongo zurückgeführt. Zwei Menschen starben. Uganda erklärte Ende August das Ende seines Ebola-Ausbruchs, nachdem 42 Tage lang kein neuer Fall festgestellt worden war.


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