Länder planen digitales Deutschlandticket für Gelegenheitsfahrer

Die Verkehrsminister der Länder wollen ein bundesweit gültiges Ticket für Menschen schaffen, die Bus und Bahn nur gelegentlich nutzen. Das Angebot soll räumlich deutschlandweit gelten und sich am Deutschlandticket orientieren.

Vorgesehen ist nach einem Bericht der „Rheinischen Post“ ein smartphonebasierter „In/Out-Tarif“. Fahrgäste sollen sich dabei per Handy ein- und am Ende der Fahrt wieder auschecken. Den Vorschlag haben dem Bericht zufolge Nordrhein-Westfalen und Hamburg eingebracht.

Das geplante Ticket richtet sich an Gelegenheitsnutzende im öffentlichen Nahverkehr. Nach den Vorstellungen der Länder soll die Abrechnung unkompliziert erfolgen und zu fairen Konditionen möglich sein.

„Wer nur gelegentlich Bus und Bahn fährt, muss genauso unkompliziert und zu fairen Konditionen unterwegs sein können wie die Vielfahrer mit dem Deutschlandticket“, sagte der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Krischer von den Grünen.

Nordrhein-Westfalen soll die konkrete Ausgestaltung des Angebots erarbeiten. Als Vorbild verwies Krischer auf den digitalen Tarif „eezy.nrw“. Dieser wähle jeweils den günstigsten Preis pro Strecke aus. Außerdem sei der Monatsbetrag gedeckelt, sodass die Kosten nicht über dem Preis eines Deutschlandtickets lägen.

Das Deutschlandticket kostet derzeit 63 Euro im Monat. Im Januar soll der Preis auf 66,80 Euro steigen. Das geplante Angebot für Gelegenheitsfahrer wäre damit nach dem Vorbild eines flexiblen Tarifs aufgebaut und würde nicht auf einer regelmäßigen monatlichen Nutzung beruhen.

Über den Vorschlag beraten die Verkehrsminister der Länder bei ihrer am Mittwoch beginnenden Konferenz. Das Treffen dauert bis Donnerstag und findet im bayerischen Schwangau statt. Eine endgültige Entscheidung über die konkrete Ausgestaltung des Tickets geht aus dem vorliegenden Material nicht hervor.


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