Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei einem gezielten Luftangriff im Gazastreifen einen Hamas-Terroristen getötet, der an der Entführung von Shani Louk beteiligt gewesen sein soll. Der Angriff ereignete sich in Dschabaliya.
Bei dem Getöteten soll es sich laut der IDF um Tamer Mohammad Ibrahim Al-Zabaq handeln. Das Militär erklärte, Al-Zabaq sei am 7. Oktober 2023 nach Israel eingedrungen und habe sich an dem Angriff beteiligt. Zudem soll er Shani Louk während des Hamas-Massakers entführt haben.
Nach Angaben der israelischen Armee organisierte Al-Zabaq seit dem 7. Oktober weitere Angriffe auf israelische Soldaten. Außerdem habe er versucht, die terroristische Infrastruktur der Hamas im Gazastreifen wieder aufzubauen. Die IDF teilte mit, dass er bei einem Luftangriff am Montag ums Leben gekommen sei.
Shani Louk war am 7. Oktober 2023 beim Besuch des Supernova-Musikfestivals nahe Re’im getötet worden. Bilder, die damals verbreitet wurden, zeigten ihren teilweise unbekleideten Körper auf der Ladefläche eines Pick-ups. Hamas-Kämpfer transportierten ihn durch Straßen im Gazastreifen.
Ende Oktober 2023 bestätigten forensische Experten Louks Tod, nachdem ein Fragment ihres Schädels gefunden und identifiziert worden war. Im Mai 2024 entdeckten israelische Soldaten ihre sterblichen Überreste bei einem Einsatz im Gazastreifen und brachten sie zur Bestattung nach Israel zurück.
Louk war Deutsch-Israelin und wurde 22 Jahre alt. Ihre Mutter Ricarda Louk stammt aus Ravensburg am Bodensee und lebt seit Jahrzehnten mit ihrer Familie in Israel. Sie beschrieb ihre Tochter als fröhlich, weltoffen, freundlich und kreativ.
Nach dem Tod ihrer Tochter hätten ihr viele Menschen geschrieben, sagte Ricarda Louk. Darunter seien auch Menschen gewesen, die Shani nicht persönlich gekannt hätten. Ihre Familie gebe ihr Kraft, erklärte die Mutter.

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